Alarm bei Elektronikmärkten: Hammerbande schlägt wieder zu
Blitzeinbruch vor laufenden Überwachungskameras dauerte nur 90 Sekunden. Kärntner Kriminalisten raten zu erhöhter Wachsamkeit.
Vor einigen Jahren sorgten sie in Kärnten für Schlagzeilen. Drei Männer mit riesigen Vorschlaghämmern zertrümmerten eine halbes Dutzend Mal Eingangstüren und Auslagenscheiben von Elektronikmärkten. Vor laufenden Überwachungskameras räumten sie gezielt mit höchster Geschwindigkeit Auslagenscheiben leer und verschwanden. Der Gesamtschaden: mehrere Hunderttausend Euro. Jetzt scheint die Bande wieder aktiv zu sein. In der Nacht auf Freitag schlugen drei "Hammermänner" bei einem Elektronikmarkt in Wels (Oberösterreich) zu. 150 Spiegelreflexkameras und 20 MP3-Player im Wert von über 40.000 Euro ließen sie mitgehen.
Alarmstufe Rot. Bei den Kärntner Elektronikfachmärkten herrscht nach dem 90-Sekunden-Blitzeinbruch in Wels Alarmstufe Rot. Gerhard Krassnig, stellvertretender Leiter der Gruppe "Einbruch/Diebstahl" im Landeskriminalamt rät zu erhöhter Wachsamkeit. "Wenn mehrere, meist jüngere Männer, gleichzeitig ein Geschäft betreten, sich fächerartig über die Abteilungen verteilen, als äußert interessierte Käufer bestimmter meist hochpreisiger Artikel auftreten, schließlich aber das Geschäft verlassen, ohne eingekauft zu haben, ist Vorsicht geboten. Es könnte sich um einen Auskundschaftungsbesuch gehandelt haben."
Langzeit-Videoaufzeichnungen. Zudem appelliert Krassnig, Videoaufzeichnungen von "Verdächtigen" über längere Zeiträume zu sichern und an die Polizei zu übergeben.











