Drei von vier Österreichern erleben Urlaubsfrust
Dreiste Diebstähle, missbräuchliche Abbuchungen von Kreditkarten, Lärm im Hotel oder schikanöse Polizeikontrollen: Drei von vier Österreichern haben im vergangenen Urlaub zumindest eine Frustsituation erlebt. Die meisten Ärgernisse hängen laut einer ÖMATC-Studie mit dem Bereich Verkehr zusammen: Spritpreise, Staus und Mautkosten zählen zu den Top Drei der subjektiv erlebten Belastungen.
Angesichts der Tatsache, dass mehr als jeder zweite Österreicher mit dem eigenen Fahrzeug das Urlaubsziel ansteuert und immerhin noch 31 Prozent der Flugreisenden einen Mietwagen buchen, sind Frusterlebnisse im Zusammenhang mit dem Auto nicht verwunderlich.
Nicht selten werden erlebte Ärgernisse ein Fall für die Juristen. 2008 hatten die ÖAMTC-Rechtsberater rund 174.000 Fälle zu bearbeiten. Reiseschikanen, die bei den Juristen landen, betreffen am häufigsten die Länder Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn und die Schweiz.
Wegen ihres rigorosen und schikanösen Vorgehens wurden besonders slowenische Behörden vom Autofahrerclub kritisiert. Beschwerden über Fälle, wo Polizisten Kontrollen mit dem Fernglas durchführen, der Führerschein der Beifahrerin verlangt wird oder Vignettenkontrollen auf Straßen ohne Mautpflicht durchgeführt werden, betreffen häufig dieses Land.
Aber auch die Italiener machen es Autoreisenden gerne schwer. Dort immer wieder beliebt: Autobeschlagnahmungen wegen einer fehlenden grünen Versicherungskarte. Wobei in Österreich die Kennzeichentafel als Nachweis für eine bestehende Haftpflichtversicherung gilt, sagte eine ÖAMTC-Sprecherin
Mit Reisen innerhalb Österreichs waren die Befragten im Allgemeinen zufriedener als mit Auslandsreisen. Ärger mit der Unterkunft haben die Urlauber am häufigsten in Griechenland (23 Prozent). Die Zahl der Frusterlebnisse steigt auch mit der Zahl der Mitreisenden. So sind Familien häufiger mit Ärgernissen belastet als Alleinreisende.











