Bub nach Sturz von Rolltreppen-Geländer gestorben
Jener zehnjährige Schüler, der am Neujahrstag beim Wiener Westbahnhof 15 Meter tief von einer Rolltreppe gestürzt war, ist am Dienstagabend im Spital gestorben. Seine schweren Kopfverletzungen hätten zum Tod geführt, sagte AKH-Sprecherin Karin Fehringer. "Er war von Anfang an in einem kritischen Zustand." Sechs Tage lang wurde der Zehnjährige vergeblich auf der Intensivstation behandelt.
Der Bub hatte sich am 1. Jänner gegen 8.30 Uhr beim Zugang zur Äußeren Mariahilfer Straße in Rudolfsheim-Fünfhaus auf den Handlauf einer Rolltreppe gesetzt. Dabei verlor er das Gleichgewicht. Die Mutter, die noch andere Kinder zu beaufsichtigen hatte, konnte den Sturz nicht mehr verhindern.
An der selben Stelle hatte sich am 28. November 2008 ein ähnlicher Unfall ereignet: Ein 20-Jähriger war über das Geländer der Rolltreppe gerutscht, er hatte das Gleichgewicht verloren und war rücklings in die Tiefe gestürzt. Die Wiener Linien erwägen seit dem Sturz des Zehnjährigen bauliche Maßnahmen.
Der betreffende Lichtschacht könne mit einem Netz, einem Gitter oder einer Platte abgedeckt werden, hieß es einem Tag nach dem Unfall. "Es ist noch nichts entschieden", betonte ein Sprecher der Wiener Linien am Donnerstag gegenüber der APA. "Wir prüfen, ob wird dort noch etwas tun können und in welche Richtung das geht. Unsere Techniker sehen sich das an." Möglich sei eine punktuelle Lösung als Reaktion auf das falsche Verhalten der Verunglückten.










