Mehrere Tote durch arktische Kälte in Europa
Arktische Kälte hat die Temperaturen in Europa in der Nacht auf Dienstag vielerorts auf unter minus 20 Grad gedrückt. Die Extrem-Kälte forderte auch Todesopfer, sogar im saudi-arabischen Turaif erfror ein 50-Jähriger. In Weimar (Thüringen) erfror eine demenzkranke 77-Jährige, die sich verlaufen hatte. Sie wurde Montag früh tot gefunden. In Warschau erfroren zwei Obdachlose.
Ein 50-Jähriger wurde im Schrebergarten, ein anderer Mann im Treppenhaus eines Wohnblocks tot aufgefunden. In Jozefow im Südosten Polens fand die Polizei in einem leerstehenden Haus die Leiche eines 68-jährigen Sozialhilfeempfängers. In Pstragowa im Südpolen starb an Unterkühlung ein 48-Jähriger. Er lag auf der Straße unweit seines Hauses.
In weiten Teilen Ostdeutschlands herrschten Dienstag früh Temperaturen wie in der Kältekammer. Den Tiefstwert ermittelte Meteomedia im sächsischen Delitzsch mit minus 26,0 Grad. Vereinzelt sei es auch im Westen kälter als minus 20 Grad gewesen. In der Nacht auf Mittwoch wird es voraussichtlich noch kälter.
In Frankreich treibt die Kältewelle den Stromverbrauch auf Rekordniveau. Ferner mussten am größten Pariser Airport Charles de Gaulle Hunderte Passagiere die Nacht zum Dienstag in Hotelzimmern oder auf Bänken in den Terminals verbringen, weil Flüge gestrichen wurden.
Unterdessen haben heftige Schneefälle den Verkehr in Nordspanien behindert. Mehrere Landstraßen mussten gesperrt werden oder waren nur mit Ketten befahrbar. Die Meteorologen hatten vor einer Kältewelle mit Temperaturen von stellenweise bis zu zehn Grad minus und Schneefällen selbst in Küstengebieten gewarnt.
Auch der Wüstenstaat Saudi-Arabien wurde von der Kältewelle erfasst. Die Zeitung "Arab News" berichtete am Dienstag, in der nördlichen Stadt Turaif sei am Montag ein 50 Jahre alter Mann an den Folgen der Kälte gestorben, nachdem er von seinem Sohn "zitternd" ins Krankenhaus gebracht worden sei.











