Ungeklärte Verbrechen in Kärnten
In Kärnten warten noch einige Kriminalfälle aus dem Jahr 2008 darauf gelöst zu werden. Wir resümieren für Sie.

Foto © APA Die Polizei hat 2009 noch einiges "aufzuarbeiten"
Auch im neuen Jahr werden uns "alte" Kriminalfälle beschäftigen. Denn nicht nur der viel zitierte Flick-Sarg-Raub ist bis heute ungeklärt. Andere weniger prominente Kärntner Fälle aus 2008 warten ebenso darauf, gelöst zu werden. Von vielen Tätern fehlt jedoch, zumindest offiziell, jede Spur.
Chancen stehen gut.
Oberst Christian Martinz, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamtes: "Generell können wir davon ausgehen, dass die Chancen, den einen oder anderen Fall aufzuklären, recht gut stehen. Aus kriminaltaktischen Gründen können wird allerdings oft monatelang keine Einzelheiten bekannt geben."
Spektakulärste Fälle.Manches braucht eben seine Zeit: Diese These untermauert auch der berüchtigte der Mafiamord von Reigersdorf. Hier hat es immerhin ganze vier Jahre gedauert, bis das Opfer identifiziert wurde. Die Täter konnten dann im Vorjahr in der Slowakei vor Gericht gestellt werden.
Die Kleine Zeitung listet nun die aufsehenerregendsten Fälle auf, die sich 2008 ereigneten und die 2009 hoffentlich geklärt werden.
Junge Frauen betäubt.
In einem Klagenfurter Lokal mixte ein Unbekannter K.-o.-Tropfen in Getränke von Frauen. Drei Fälle wurden unabhängig voneinander angezeigt. Sie ereigneten sich alle zwischen September und November 2008. Mittlerweile wurden mehr als 20 Zeugen einvernommen. Die Opfer selbst haben Erinnerungslücken, zu sexuellen Übergriffen dürfte es bisher nicht gekommen sein.
Sarg-Raub.
Fahnder hoffen auf "heißen Tipp": Seit Anfang November sorgt der Sargraub des Milliardär Friedrich Karl Flick am Ortsfriedhof von Velden für internationale Schlagzeilen und jede Menge Spekulationen. Für Hinweise, die zur Auffindung des Leichnams führen, sind 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Obwohl mehrere Zeugen vier Männer beobachtet haben wollen, die den Sarg aus der Gruft hoben und in einen weißen Kastenwagen verluden, warten die Fahnder im Landeskriminalamt noch immer auf den entschiedenden "heißen Tipp". Zuletzt sorgte ein deutscher Anwalt für Aufsehen, der einer selbst ernannten Hellseherin auf den Leim gegangen war.
Polizistin niedergeschlagen.
Opfer ist auf dem Weg der Besserung: Tagelang bangten die Angehörigen um das Leben einer 34-jährige Polizistin aus Rosenbach. Die Frau war in der Nacht zum 16. November in ihrem Heimatort vermutlich mit einem Stein niedergeschlagen und lebensgefährlich am Kopf verletzt worden. Ein Tatverdächtiger ist in Haft. Das Opfer erholt sich langsam in einem Rehabilitationszentrum von den Kopfverletzungen.
Verspätete Suche nach Brandstifter.
Bei einem Großbrand in einem Klagenfurter Asylantenheim wurden im Juni des Vorjahres 19 Afrikaner verletzt, einer starb. Die Männer sprangen in Panik aus den Fenstern. Im November kam es dann zu einem dramatischen Knalleffekt: Wie exklusiv berichtet besteht der Verdacht der Brandstiftung. Chefankläger Gottfried Kranz: "Laut Gutachter wurde wahrscheinlich ein Brandbeschleuniger verwendet." Und das obwohl vom Landeskriminalamt Brandstiftung ausgeschlossen worden war. Eine Zigarette wurde kurz nach dem Feuer als Brandursache vermutet.
Mittlerweile erging von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein neuer Ermittlungsauftrag an die Kriminalisten.










