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Zuletzt aktualisiert: 02.01.2009 um 17:24 UhrKommentare

Deutscher gab Vergewaltigung in Österreich zu

Jener 25-jährige Deutsche, der zu Weihnachten eine 16-Jährige aus Regensburg entführt und vergewaltigt haben soll, hat die Tat gestanden. Auch eine weitere Entführung und Vergewaltigung mit anschließendem Mordversuch gab der Mann, der im Bezirk Amstetten in Niederösterreich lebt und arbeitet, zu. Nach der Tat setzte er sich in einen Zug nach Paris, um bei der Fremdenlegion anzuheuern.

Durch den medialen Druck überlegte er es sich jedoch anders und stellte sich in Berlin der Polizei. Das berichtete der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl der APA nach einer Pressekonferenz des Regensburger Oberstaatsanwalts Edgar Zach.

Am 20. Dezember habe der 25-Jährige in Chemnitz eine 18-Jährige, die auf dem Heimweg von der Disco war, gezwungen, in seinen Kofferraum zu steigen, so Lißl. Dann habe er sie vergewaltigt und versucht, sie von einer zehn Meter hohen Brücke in den Fluss Mulde zu stoßen. Die junge Frau überlebte den Mordversuch mit schweren Verletzungen.

Am 24. Dezember habe der Mann kurz nach Mitternacht ein weiteres Mädchen attackiert, schilderte Lißl. Der Frau gelang es aber, den Täter durch lautes Schreien in die Flucht zu schlagen. Daraufhin sei der 25-Jährige in sein Auto gestiegen und nach Regensburg gefahren. Dort habe er die erste Frau, die ihm begegnet sei, mit einem Messer bedroht und sie gezwungen, in den Kofferraum zu steigen.

Mit seinem Opfer, einem 16-Jährigen Mädchen - fuhr er schließlich nach Niederösterreich, wo er sie in seiner Wohnung in Biberbach (Bezirk Amstetten) vergewaltigen wollte. Weil gerade Leute das Haus verließen, änderte er seine Pläne und fuhr weiter nach Kematen an der Ybbs (ebenfalls Bezirk Amstetten). Dort fiel er über sein Opfer her und fuhr mit der 16-Jährigen - nun am Beifahrersitz - nach Linz, wo er sie freiließ und ihr 50 Euro für die Heimfahrt mit dem Zug gab.

Seinem Opfer erzählte er, er sei zweimal geblitzt worden. Die Auswertung der Radardaten brachte die Ermittler auf die richtige Spur. Am Freitag zu Mittag konnte die Polizei den Ort der Vergewaltigung ausfindig machen. Dort wurde auch die Tatwaffe, ein Stanley-Messer, gefunden, berichtete Lißl.

Der Verdächtige hat laut Polizei umfassende Aussagen gemacht, die sich mit den Angaben seines Opfers decken. Er habe in den Vernehmungen "absolute Reue" gezeigt und sei in Tränen ausgebrochen, wie Gunter Titze von der Chemnitzer Polizei, wo er in Untersuchungshaft sitzt, sagte.

Quelle: APA

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