Piraten vor Somalia kaperten ägyptischen Frachter
Somalische Piraten haben laut Angaben aus Kairo ein ägyptisches Frachtschiff mit 28 Besatzungsmitgliedern an Bord gekapert. Der aus dem Roten Meer kommende Frachter "Blue Star" wurde am Donnerstag bei der Einfahrt in den Golf von Aden von 15 bewaffneten Angreifern überfallen, sagte der stellvertretende ägyptische Außenminister Ahmed Rizk.
Die Piraten hätten das mit 6.000 Tonnen Düngemittel beladene Schiff anschließend in Richtung Somalia gelenkt. Kurz zuvor hatten die malaysischen Streitkräfte nach Angaben der Internationalen Seefahrtsbehörde (IMB) einen weiteren Piratenangriff in der Region vereitelt. Ein mit Öl beladener indischer Tanker sei im Golf von Aden von mindestens sieben Piraten auf zwei Booten attackiert worden, berichtete die für Piratenüberfälle zuständige Abteilung des IMB in Kuala Lumpur.
Die Angreifer schossen mit Maschinengewehren auf die 40-köpfige Besatzung und versuchten mehrfach, an Bord des Tankers zu gelangen. Der Kapitän des Schiffes, das auf dem Weg in den Suez-Kanal war, setzte einen Notruf ab, woraufhin eine malaysische Fregatte einen Bordhubschrauber entsandte. Bei dessen Ankunft ergriffen die Piraten die Flucht. Verletzt wurde niemand.
An der Bekämpfung der Piraterie vor Somalia beteiligen sich auch Deutschland, Großbritannien, Indien, China, Frankreich, der Iran und die USA.











