Silvesterfeiern rund um den Erdball
Auf der ganzen Welt wird heute das Neue Jahr begrüßt. Die ersten, die ins Jahr 2009 rutschten, waren die Bewohner der östlichen Kiribati Inseln im Südpazifik um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Um 14 Uhr knallten in Australien die Sektkorken. Im Hafen von Sydney wurde der Jahreswechsel von 1,5 Mio. Menschen traditionell mit Feuerwerk und einer Riesenparty bei sommerlichen Temperaturen gefeiert.
Die Party stand unter dem Motto "Creation" (Schöpfung). Rund 3,5 Millionen US-Dollar wurden nach Medienberichten für das farbenprächtige Schauspiel im Hafen und auf der Hafenbrücke ausgegeben, bei dem Pyrotechniker Blitz, Donner und Regen imitierten. Unzählige Japaner strömten am Neujahrsabend in die Tempel und Schreine des Inselreiches, um von den Göttern Glück und Segen für das neue Jahr zu erbitten. Punkt Mitternacht ertönen in der Silvesternacht 108 Mal die Glocken der Heiligtümer. Sie sollen die 108 Begierden des Menschen oder die 108 Übel des alten Jahres vertreiben.
Während viele arabische Konzertveranstalter ihre Feiern aus Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen absagten, stehen in Italien am Silvesterabend wie immer zahlreiche Open-Air-Konzerte auf dem Programm. Im berühmten römischen Kolosseum war ein Auftritt von Gianna Nannini geplant. Eine der größten Silvester-Partys steigt im hochsommerlichen Rio de Janeiro, wo rund 1,5 Millionen Menschen an der Copacabana erwartet wird. Auch bei den zahlreichen Konzerten auf der Berliner Silvester-Meile werden rund eine Million Besucher erwartet.
Mit einem großen Feuerwerk an der Themse wollte London das Jahr 2009 begrüßen. Mehr als 700.000 Nachtschwärmer wurden dazu in der Neujahrsnacht bei frostigen Temperaturen rund um Big Ben, auf der Westminster Brücke und am Riesenrad "London Eye" erwartet. Laut Umfragen feiern viele Briten aber wegen der Finanzkrise Silvester heuer zuhause. In Skandinavien dürften Schlechtwetter und Stürme einigen das Feiern unter freiem Himmel verderben.











