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    Zuletzt aktualisiert: 25.12.2008 um 14:34 Uhr

    Mindestens 27 Tote bei Wohnhausexplosion auf der Krim

    Nach der schweren Explosion, die den Teil eines Wohnhauses auf der Krim komplett zerstörte, wird nach wie vor nach Vermissten gesucht. Bis zu 700 Rettungskräfte befinden sich im Einsatz. Als Ursache wird ein Gasleck vermutet.

    Foto © APA

    Nach der schweren Gasexplosion in einem mehrstöckigen Wohnhaus in der Ukraine haben Rettungskräfte bis zum Freitagmorgen drei weitere Leichen aus den Trümmern geborgen. Damit stieg die Zahl der Toten auf 27, wie der Zivilschutz auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim mitteilte. In der Nacht hatte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kein Hausbewohner lebend gefunden werden können.

    Ursache. Ein Gasleck werde als Explosionsursache vermutet. 21 Menschen wurden nach Angaben Krols gerettet. Unter den Toten waren auch Kinder. Die Explosion ereignete sich gegen 21.45 Uhr Ortszeit, als die meisten der 62 offiziell registrierten Bewohner vermutlich zu Hause waren. Der komplette mittlere Teil des Wohnblocks fehlte nach der Explosion, angrenzende Wohnungen waren ohne Wände.

    Anrufe der Verschütteten. Verschüttete riefen laut einem Bericht des russischen Fernsehens über Mobiltelefone Verwandte an und flehten um eine schnelle Rettung. Gegen Mittag hörten die Anrufe auf. "Es gab einen lauten Knall, und wir sind nach draußen geeilt und haben gesehen, dass die Hälfte des Gebäudes fehlt", berichtete der Augenzeuge Sergej Jurtschenko dem russischen Fernsehsender Kanal Eins. "Es gab Schreie, und ein Kind weinte."

    Politiker am Unglücksort. Der ukrainische Staatspräsident Viktor Juschtschenko und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko begaben sich an den Unglücksort, wie sie auf ihren Webseiten mitteilten. Der russische Präsident Dmitri Medwedew bot nach Angaben des Kremls an, zur Unterstützung der Rettungsarbeiten Marinepersonal der im ukrainischen Hafen Sewastopol stationierten russischen Schwarzmeerflotte zu entsenden.

    Staatstrauer. Die Menschen in der Ukraine gedachten am Freitag mit einem Tag der Staatstrauer der Opfer. Nach ersten Erkenntnissen verursachten unerlaubt im Keller des betroffenen Wohnhaus-Aufgangs gelagerte Gasflaschen die Explosion.


    Kein Einzelfall

    In den Mehretagen-Wohnhäusern aus sowjetischer Zeit kommt es öfters zu schweren Gasexplosionen mit vielen Toten.

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