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    Zuletzt aktualisiert: 18.12.2008 um 12:59 UhrKommentare

    Schelte vom WWF: Österreich geht mit Wasser verschwenderisch um

    Alpenrepublik verbraucht ein Drittel mehr Wasser als Weltdurchschnitt, der "Wasser-Fußabdruck" ist wegen der Produktion von tierischen Erzeugnissen, aber auch wegen importierten Konsumgütern riesig, so der "Living Planet Report 2008".

    Elementare globale Ressource: Wasser

    Foto © APAElementare globale Ressource: Wasser

    Der durchschnittlicher Österreicher verbraucht um ein Drittel mehr Wasser als der Durchschnitt der Weltbevölkerung: Durchschnittlich beträgt der Bedarf hierzulande 1,6 Millionen Liter Wasser pro Person und Jahr, geht aus dem "Living Planet Report 2008" des WWF hervor, der am Donnerstag präsentiert wurde.

    Enorme Belastung. Besonders kritisch beurteilen die Umweltschützer die Produktion von Fleisch, Milch, Leder und anderen tierischen Erzeugnissen. Diese würden weltweit knapp ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs in der Landwirtschaft ausmachen. Für jedes Kilogramm Rindfleisch würden 15.500 Liter verbraucht, so der WWF. Dazu kommt ein hoher CO2-Ausstoß bei der Produktion und die Zerstörung von Tropenwäldern zur Gewinnung von Weideflächen.

    Wasser-Fußabdruck. Der größere Teil des Problems ist übrigens importiert: Denn auch durch den Konsum von Importgütern steigt der "Wasser-Fußabdruck", warnte der WWF. Mit mehr als einer Million Liter pro Person und Jahr mache dieser Import 63 Prozent des gesamten Wasserverbrauches von Österreich aus. "Damit liegen wir mehr als das Fünffache über dem globalen Durchschnitt", kritisiert der WWF-Experte Christoph Buksnowitz. Mehr als zwei Drittel des österreichischen Wasserverbrauches fänden somit nicht im Land statt, sondern werden indirekt über Importgüter konsumiert.

    Mangel in Herkunftsländern. In den Herkunftsländern kann jedoch durchaus Wassermangel herrschen. Beispiele hierfür gibt es laut WWF zahlreiche, z.B. die Baumwollproduktion im Einzugsgebiet des nahezu ausgetrockneten Aralsees. "Im externen Wasser-Fußabdruck liegt somit die besondere Herausforderung und Verantwortung für ein wasserreiches Land wie Österreich", betont Buksnowitz. "Mögliche ökologische, wirtschaftliche und soziale Kosten für die exportierenden Länder werden nämlich oft übersehen".


    Enormes Problem

    Weltweit betrachtet gilt Wasser laut WWF nicht als knappe Ressource. Auf-grund der ungleichen räum-lichen und zeitlichen Ver-teilung sei Wasserknappheit aber in vielen Regionen der Welt ein enormes Problem. Etwa 50 Länder seien mit gravierenden Versorgungs-
    problemen konfrontiert.

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