Den Armen eine Chance geben
Gernot Haupt ist seit gestern der diesjährige Preisträger des 15. Kärntner Menschenrechtspreises.
Ein Leben ohne fließendes Wasser, ohne Strom und ohne die einfachen Dinge wie ein eigenes Bett - das ist in unserer Zeit kaum vorstellbar. Und doch gibt es Menschen, die so leben müssen. So wie die Roma in einem kleinen Dorf namens "P." im Nord-Westen von Rumänien. "Viel mehr als unter der katastrophalen Armut leiden sie unter der gesellschaftlichen Diskriminierung und Unterdrückung durch die Mehrheitsbevölkerung", sagt Gernot Haupt, der es sich seit 1990 zur Aufgabe gemacht hat, den dort lebenden Menschen zu helfen.
ausgezeichnet. Für sein Engagement erhielt Haupt gestern von Landtagsabgeordneten Johann Gallo und Landesrat Peter Kaiser den mit 8000 Euro dotierten Kärntner Menschenrechtspreis. "Anfangs haben wir nur Katastrophenhilfe geleistet", so Haupt. Um den Roma aber Ansprüche auf eine Mindestsicherung und soziale Unterstützung ermöglichen zu können, gründete Haupt mit seiner Frau Eva im Jahr 2003 das "Institut für Sozialarbeit".
Tagesstätte. Ohne Schulausbildung gibt es jedoch kaum eine Zukunftsperspektive, deshalb entstand letztes Jahr in Kooperation mit der Caritas Graz eine Tagesstätte für Roma-Kinder. "Dort bekommen die Kinder nach der Schule ein warmes Mittagessen und nachmittags eine Lernbetreuung", erklärt der Preisträger. Nächstes Jahr wird verstärkt an der Arbeitsvermittlung für Roma gearbeitet. "Das Preisgeld kommt sehr gelegen, da wir den Roma auch in diesem Bereich auf die Füße helfen wollen, damit sie selber gehen lernen", sagt Haupt.











