SS-Gräber sind ein Fall fürs Kanzleramt
Im Konflikt um SS-Aufschriften auf Veldener Soldatenfriedhof soll Gutachten entscheiden.
Nach dem Bericht der Kleinen Zeitung über den Soldatenfriedhof in Velden, auf dem mehrere Gräber die SS-Zugehörigkeit der dort Bestattenen angeben, wurden ähnliche Fälle von anderen Friedhöfen gemeldet. So deklariert auch eine Reihe von Gräbern bei der Kirche in Feldkirchen, dass dort SS-Angehörige begraben liegen. Ein Friedhofsbesucher berichtet, dass ausländische Begleiter das für "unfassbar" gehalten haben.
Herkunft anzeigen. Inzwischen gab es ein Gespräch zwischen dem Veldener Bürgermeister Ferdinand Vouk und dem Landesgeschäftsführer des Kriegsgräberfürsorgevereins "Schwarzes Kreuz", General a. D. Gerd Ebner. Vouk will, dass die SS-Hinweise verschwinden; Ebner hingegen hält sie für vertretbar, da sie die militärische Herkunft der Toten anzeigen.
Rechtslage."Wir sind übereingekommen, dass das ,Schwarze Kreuz' ein Gutachten aus dem Bundeskanzleramt einholen wird, um zu erfahren, wie die Rechtslage aussieht. Von dem Ergebnis machen wir abhängig, wie wir weiter vorgehen", berichtet Ebner. Angesichts vieler Gräber und Friedhöfe mit SS-Aufschriften in Österreich dürfte das Rechtsgutachten Vorbildwirkung haben.










