Arbeiter will "schnelle Lösung"
Die ungewöhnliche Allianz von Betriebsrat und BZÖ im Kabeg-Aufsichtsrat gegen Herwig Wetzlinger lässt die Gerüchteküche übergehen. Insider wollen wissen, dass der Widerstand gegen die Rückkehr des suspendierten kaufmännischen Direktors des LKH Klagenfurt nur Muskelspiele von Zentralsbetriebsratschef und SP-Monument Gebhard Arbeiter gegen seinen Parteikollegen Peter Kaiser sind. Der neue Gesundheitsreferent agiere zu eigenständig.
Misstrauen. Arbeiter wird unwirsch, wenn er auf die Allianz mit dem BZÖ angesprochen wird. "Wir sind Arbeitnehmervertreter und nicht Partei", stellt er klar. Bei einer Sondersitzung des Betriebsrates seien "eindeutige Beschlüsse gefasst worden, die Rückkehr Wetzlinger abzulehnen - weil noch immer mehrere Punkte ungeklärt sind." Es sei Aufgabe des Managements, diesbezüglich für eine Klärung zu sorgen. Einige dieser Fragen dürften Dinge betreffen, die nicht in Zusammenhang mit der von Kabeg-Kurzzeitvorstand Dieter Mandl angeordneten Sonderprüfung stehen, sondern schon davor für Irritation und Unmut im Spital sorgten. Würde Wetzlinger kommende Woche eingesetzt werden, ohne dass diese Punkte aus der Welt sind, wolle ihm der Betriebsrat im Aufsichtsrat das Misstrauen aussprechen. Im Interesse des Hauses müsse in der Chefetage aber auf jeden Fall "schnell etwas passieren, ob mit oder ohne Wetzlinger", reiht sich auch Arbeiter in die Schar jener ein, die ein rasches Ende des Interregnums im LKH-Direktorium fordern.
Dokumentations-Qualitätsproblem. Unterdessen hat sich ein Freitag von BZÖ-Fraktionschef Kurt Scheuch im Kabeg-Aufsichtsrat erhobener neuer Vorwurf gegen Herwig Wetzlinger in Luft aufgelöst. Scheuch sprach davon, dass Wetzlinger Millionen von LKF-Punkten verschlampt habe. Gestern stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein Dokumentations-Qualitätsproblem im ärztlichen Bereich handelt, wofür unmittelbar der medizinische Direktor Thomas Koperna verantwortlich ist. Bereits vor zwei Jahren wurde ihm ein Maßnahmenkatalog vorgeschlagen. Besagte LKF-Punkte verbleiben übrigens in Kärnten, werden nur anders aufgeteilt.











