Behinderter in Linienbus von Burschen gequält
Empörender Vorfall an Stadtgrenze von Klagenfurt beschäftigt Polizei und Sozialpädagogen. An Down-Syndrom leidender Mann wurde bedroht und beleidigt.
Es hat Jahre gedauert, bis Alex (24) es selbstständig schaffte, mit dem Linienbus der ÖBB Postauto-AG alleine von seinem Elternhaus in einer Klagenfurter Umlandgemeinde täglich zu seinem Arbeitsplatz, der sozialpädagogischen Werkstätte der Lebenshilfe in der Morogasse in der Landeshauptstadt zu fahren. "Seit seiner Geburt gibt es rund um Alex Menschen, die wollen, dass er möglichst selbstbestimmt leben kann. Der tägliche Weg von und zu der Arbeit ist für ihn ein großer Schritt, einfach so zu leben wie andere auch", schildert der pädagogische Leiter der Lebenshilfe Kärnten, Peter Ploschnitznigg.
Im Visier. Nachdem Alex (Name von Red. geändert), er leidet am Down-Syndrom (Mongolismus), in seinem Leben schon gezwungen wurde, demütigende Handlungen zu setzten und ein anderes Mal von damals gleichaltrigen Jugendlichen gefoltert wurde, geriet der Behinderte Anfang November ins Visier eines 17-jährigen Lehrlings und eines gleichaltrigen Beschäftigungslosen, beide aus dem Bezirk Klagenfurt Land.
Zur Entblößung gezwungen. Bei der Haltestelle, an der Alex jeden Tag am Abend aussteigt, um nach Hause zu gehen, versperrten die beiden dem 24-Jährigen mit quer gestellten Beinen und wüsten Drohungen den Weg aus der Sitzbank. In weiterer Folge sollen sie den Behinderten gezwungen haben, seine Geschlechtsteile zu entblößen. Dabei sollen sogar Fotos mit einem Handy gemacht worden sein.
Erhebungen laufen. Nach mit größtem Einfühlungsvermögen für das Opfer geleiteten Erhebungen, gelang es Beamten der Polizeiinspektion Ebenthal (Sachbearbeiter Rev. Insp. Martin Ruptisch), den beiden Tatverdächtigen auf die Spur zu kommen. Die Erhebungen wegen Verdachts der schweren Nötigung laufen.










