Von "Arco" blieb nur Blutspur
Als alleinstehender 77-Jähriger nach Hause kam, war sein Hund weg. Polizei vermutet: Das Tier wurde erschossen und abtransportiert.
Die Oberdrauburger Polizei muss einen tierisch ernsten Fall klären: Als ein 77-Jähriger gestern Mittag zu seinem Haus in Irschen zurückkehrte, war sein Hund plötzlich weg. "Das Tier war an eine Kette samt Laufleine gehängt. Als der Mann nach zwei Stunden von seinen Besorgungen heimkam, fehlte vom Hund jede Spur. Zu sehen war nur noch eine Blutlache unter dem frischen Schnee", erzählt die Wirtschafterin des Pensionisten.
Kadaver abtransportiert. Auch die Polizei Oberdrauburg bestätigt den Vorfall. "Vermutlich wurde der Hund erschossen", sagt ein ermittelnder Beamter. "Die Anhängekette hört da auf, wo die Blutspur anfängt." Schleifspuren sind keine zu sehen. "Arco" war mit einem Karabiner an der Leine befestigt. Die Polizei geht davon aus, dass der Kadaver abtransportiert wurde. "Die Erhebungen laufen, die Nachbarschaft wurde bereits befragt. Doch niemand hat etwas beobachtet", so der Beamte.
Konkreter Verdacht. Schon vor dem Zwischenfall hat es gegen den Hundebesitzer mehrere Anzeigen gegeben, weil der Hund immer wieder laut bellte. "Einige Leute fühlten sich von dem Tier bedroht und belästigt", so der Polizist. Der Hundehalter habe auch schon Strafe zahlen müssen, sagt seine Wirtschafterin. "Es ist ein Dilemma. Der Mann lebt ganz alleine, vor zwei Jahren starb seine Frau. Er hängt sehr an dem Sennen-Bernhardiner und weint jetzt die ganze Zeit", so die Frau. Sie hat einen konkreten Verdacht, den sie auch schon der Polizei mitgeteilt hat. Und zwar gebe es einen Anrainer, der sogar schon einmal gedroht habe, das Tier zu erschießen. Für die Polizei ist noch alles offen.










