Tierschützer kämpften um das Leben gestrandeter Grindwale
Mit einer dramatischen Rettungsaktion haben australische Tierschützer am Wochenende um das Leben gestrandeter Grindwale gekämpft. Elf schwimmen wieder im Meer.

Foto © APAGrindwale stranden immer wieder an den Küsten von Australien und Neuseeland
Insgesamt 64 Meeressäuger waren an Tasmaniens
Nordwestküste gestrandet - 52 von ihnen verendeten, die übrigen zwölf
konnten aber am Leben gehalten werden, wie der Sprecher der Natur-
und Naturparkbehörde, Chris Arthur, am Sonntag sagte. Ein weiterer
Grindwal verendete zwischenzeitlich, die elf überlebenden Tiere
wurden Arthur zufolge jedoch wieder ins Wasser geschleppt.
Stundenlange Betreuung.
Tierschützer betreuten die überlebenden Grindwale die ganze Nacht,
wie Arthur berichtete. Sonntag früh schließlich legten die Helfer
nach Angaben des Sprechers Netze um die drei bis fünf Meter langen
und bis zu anderthalb Tonnen schweren Tiere. Diese wurden dann auf
spezielle Trailer gehievt und auf dem Landweg an einen anderen, 17
Kilometer entfernten Strand befördert. Dort hätten rund 70 Helfer sie
vorsichtig ins Wasser gezogen. Eines der Tiere sei allerdings bei dem
Versuch verendet, es wieder ins Meer zu schleppen.
Größtes Problem: Überhitzung.
Bereits nachdem sie an der Küste der Insel südlich des
australischen Festlandes entdeckt wurden, hatten die Helfer die Tiere
ständig nass gehalten und versucht Sonnenbrände zu verhindern, "denn
ihr größtes Problem ist die Überhitzung", sagte Arthur. Bei den
Meeressäugern habe es sich um einen Tross gehandelt, der überwiegend
aus Grindwalkühen und - kälbern bestand. Zu wissenschaftlichen
Zwecken sollten den toten Tieren Gewebeproben entnommen werden. Noch
sei unklar, was mit den restlichen Kadavern geschehe, sagte Arthur.










