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    Zuletzt aktualisiert: 18.11.2008 um 19:52 UhrKommentare

    Uni-Zeugnis für Österreich fällt vernichtend aus

    Studie bestätigt erneut: Österreich ist Schlusslicht bei der Akademikerquote und bei der Durchlässigkeit des tertiären Bildungssystems.

    "Das österreichische System ist zu elitär. Es bildet nicht genug Menschen aus."

    Foto © KLZ DIGITAL/ Scheriau"Das österreichische System ist zu elitär. Es bildet nicht genug Menschen aus."

    Ein schlechteres Ergebnis ist kaum noch denkbar: Unter 17 Industrienationen - 14 aus dem EU-Raum, zwei aus dem außereuropäischen Raum plus die Schweiz - rettet sich das tertiäre Bildungswesen Österreichs (Unis, Fachhochschulen, Akademien) gerade noch auf den vorletzten Platz. Nur Spanien wird noch schlechter beurteilt.

    "Think-tank". Es ist ein "Think-tank", der sich "Liboa Council" nennt und in Brüssel wirkt, der diese vernichtenden Daten zusammengetragen hat. In Summe findet sich Österreich auf dem blamablen 16. Platz knapp hinter Deutschland. An der Spitze liegen mit Australien und Großbritannien zwei Länder mit "angelsächsischem Uni-Modell", dahinter mit Dänemark und Finnland zwei skandinavische Länder. Die USA ist auf Platz 5 zu finden.

    Kaum Weiterbildung. Die Ergebnisse aus österreichischer Sicht: Die Akademikerquote in Österreich ist (mit Deutschland) am geringsten, die Attraktivität für ausländische Studenten ist bescheiden, die Unis werden kaum für Weiterbildung angenommen. Nur beim Punkt "Arbeitsmarkt" erreicht Österreich den fünften Platz. Ein Hauptübel ist den Studienautoren nach die fehlende Zugänglichkeit des heimischen tertiären Systems. Österreich und Deutschland verlangen viel mehr Voraussetzungen als anderswo. Werden bei uns 590 Pisa-Punkte in Mathematik gefordert, reichen in Großbritannien, Australien und Dänemark 550 Punkte.

    Andere Wege. Studienautor und Leiter des Instituts, Paul Hofheinz, begründet die niedrige Akademikerquote etwa damit, dass bei uns sehr spät erst Kurzstudien und Fachhochschulen eingeführt wurden. Entscheidend sei, wie viel Geld dem tertiären Sektor zur Verfügung stehe: "In Skandinavien investiert der Staat sehr viel, in den USA kommt viel aus dem privaten Bereich".


    Fakten

    Österreich kommt in der Studie auf 20 Prozent Uniabsolventen oder Menschen mit einer vergleichbaren Ausbildung. Andere Länder wie Polen, Dänemark und Finnland kommen auf weit über 40 Prozent.

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