Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 15:27 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Baumgartner: Steuerverfahren noch nicht abgeschlossen Prozess kommt zur Sache: Die Aussage des Carsten S. Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Baumgartner: Steuerverfahren noch nicht abgeschlossen Prozess kommt zur Sache: Die Aussage des Carsten S.
Zuletzt aktualisiert: 14.11.2008 um 09:53 UhrKommentare

Fast jeder zweite Vorbestrafte wird nicht mehr verurteilt

Wiener Kriminalsoziologen legen Wiederverurteilungsstatistik vor - Von Sexualstraftätern nur vier Prozent einschlägig rückfällig

Foto © APA

Knapp zwei Drittel - exakt 62 Prozent - der von den heimischen Strafgerichten Abgeurteilten werden kein zweites Mal verurteilt. Selbst unter den Vorbestraften bleibt fast jeder Zweite "wiederverurteilungsfrei". Bei Jugendlichen bzw. Einheimischen ist die Wiederverurteilungsrate höher als bei Erwachsenen bzw. Fremden. Diese und weitere Ergebnisse haben die Wiener Kriminalsoziologen Arno Pilgram und Veronika Hofinger am Freitag bei einer Fachtagung im Justizministerium präsentiert.

Arbeitsgruppe. Ein Jahr hatten die beiden mit einer Arbeitsgruppe an dem Projekt gearbeitet, das fundierte Grundlagen für zukünftige kriminalpolitische Überlegungen liefern soll. Die neue Wiederverurteilungsstatistik bezieht sich auf sämtliche im Jahr 2003 rechtskräftig abgeurteilten Personen sowie jene, die im selben Jahr aus unbedingten Freiheitsstrafen entlassen wurden. In weiterer Folge beobachteten die Wissenschaftler, wie viele Männer und Frauen bis zum 31. Dezember 2007 neuerlich strafrechtlich schuldig gesprochen wurden.

Bemerkenswerte Fakten. Die nun vorgelegte Statistik fördert bemerkenswerte Fakten zutage: Von jenen Personen, die erstmals verurteilt worden waren, blieben im Beobachtungszeitraum drei Viertel "wiederverurteilungsfrei". Selbst von den bereits Vorbestraften wurden 46 Prozent nicht mehr schuldig erkannt. Fazit der beiden Forscher: "Die Justizklientel ist nicht geprägt von Wiederholungstätern". Fast jeder zweite Vorbestrafte schaffe "den Ausstieg aus der Karriere".

Rückfallquote. Von den Wiederverurteilten wurde im Beobachtungszeitraum die Hälfte nur einmal neuerlich schuldig gesprochen, immerhin ein Fünftel allerdings öfter als viermal. Bei Suchtmittel- und Vermögensdelikten war die Rückfallquote am Größten. Das Gegenteil davon zeigte sich bei Sexualstraftätern: Ein Viertel dieser Männer wurde wieder verurteilt, allerdings nur vier Prozent innerhalb derselben Deliktsgruppe.

Geringe Strage, geringe Rückfälligkeit. Je geringer die Strafe ausfällt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, neuerlich vor Gericht zu landen - dies lässt sich ebenfalls aus der Statistik ablesen. 74 Prozent der zu einer bedingten Geldstrafe Verurteilten wurden überhaupt nicht mehr verurteilt, während 35 Prozent der zu unbedingten Haftstrafen neuerlich eine "Unbedingte" ausfassten.

Vorzeitige Entlassungen. Die Wiederverurteilungsstatistik belegt deutlich die Sinnhaftigkeit von bedingten Entlassungen: Während 67 Prozent der Personen, die zum vorgesehenen Zeitpunkt aus der Strafhaft entlassen wurden, wieder verurteilt wurden, waren es bei vorzeitig auf Bewährung Entlassenen nur 54 Prozent.


Fakten

Die Wiener Kriminalsoziologen Arno Pilgram und Veronika Hofinger Ein Jahr haben ein Jahr an dem Projekt gearbeitet: Die neue Wiederverurteilungsstatistik bezieht sich auf sämtliche im Jahr 2003 rechtskräftig abgeurteilten Personen sowie jene, die im selben Jahr aus unbedingten Freiheitsstrafen entlassen wurden.

Steiermark > Graz

Sonnig
Graz
min: 7° | max: 24°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

ÖH-Wahl: "Wetter war zu schön zum Wählen"

Die ÖH-Wahlen 2013 glänzten vor allem mit einer extrem niedrigen Wahlbet...Bewertet mit 5 Sternen

 




Fotoserien

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch 

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch

 

Events & Tickets

Die Fledermaus Tipp

Die Fledermaus

19.07.13 Mitterdorf/Raab
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang