Erfolg bei Berliner HIV-Therapie
Eine Stammzell-Transplantation in Berlin hat bei einem HIV- Infizierten die Zahl der Aidsviren im Blut unter die Nachweisgrenze gedrückt.

Foto © Reuters
Der Patient hatte im Berliner
Universitätsklinikum Charité Knochenmark transplantiert bekommen,
weil er auch an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt war, wie die
"Bild"-Zeitung vom Mittwoch berichtete.
"Das ist sicherlich keine Heilung", sagte der Sprecher des
Kompetenznetzes, Norbert Brockmeyer. Es sei aber ein
hochinteressanter Befund, der Forschern neuen Antrieb geben könne.
Auf eine breite Patientenschicht sei der bisherige Berliner Erfolg
aber nicht zu übertragen, ergänzte der Professor an der Ruhr-
Universität Bochum.
Nicht mehr nachweisbar.
Laut der Zeitung hat der Berliner Charité-Arzt Gero Hütter einem
42-jährigen HIV-Patienten blutbildende Knochenmarkszellen
transplantiert. Seit fast zwei Jahren sei das Virus im Körper des
Patienten nun nicht mehr nachweisbar, hieß es in dem Bericht. Hütter
sprach am Nachmittag selbst auf einer Pressekonferenz über den Erfolg und nannte ihn einen "Hoffnungsschimmer". Zwar sei die Therapie nicht auf die breite Masse anwendbar, doch zeigt sie eine neue Richtung auf.
Features
AIDS
... ist die Abkürzung für Acquired Immune Deficiency Syndrome. und bezeichnet eine durch ein Virus verursachte, meist tödlich verlaufende Immun-
schwächekrankheit des Menschen.
Aids in Österreich
Von 1983 bis 1. Juli 2008 sind in Österreich 2.627 Personen an Aids erkrankt, davon 1.472 verstorben. Derzeit gibt es in der Alpenrepublik 1.155 Aids-Patienten.













