Reißende Drau schwemmte Waffen an
Internationale Ermittlungen wegene Verdachtes des Waffenschmuggel gegen zwei Ferlacher. In zwei wasserdichten Paketen Pistolenteile und Uzi-Sturmgewehr.

Foto © APA Abgeklebte Pakete (die unter anderen oben abgebildete Glocks enthielten) wurden ans Ufer gespült
Großen Erklärungsbedarf gegenüber Kriminalisten des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung haben zwei Ferlacher. Der eine Waffenhändler, der andere Waffentechniker mit einer Garagenwerkstätte. Über Auftrag der Staatanwaltschaft starteten Verfassungsschützer nach wochenlangen Intensiv-Ermittlungen, wie bericht, vor zwei Wochen mit Unterstützung der Polizei-Sondereinheit "Cobra" mehrere Hausdurchsuchung. Gefunden wurden nur schriftliche Unterlagen und einige Waffenteile.
Vorgeschichte
Strömungsgeschwindigkeit. Dass, was die Ermittler gesucht hatten, könnte nun die Drau in den Annabrücken-Stausee in der Nähe einer Fischzucht Fischern vor die Angel geschwemmt haben. Nach dem Ablassen mehrere Staustufen in der Vorwoche hatte sich die Strömungsgeschwindigkeit rasant erhöht. Dabei dürften zwei wasserdicht abgeklebte Pakte mit "Glock"-Pistolen, Revolvern und sogar einer UZI- Maschinenpistole aus einem Versteck im Fluss gespült worden sein. Die Petrijünger alarmierten die Polizei. Der brisante Fund wurde geborgen und später von den Verfassungsschutz-Kriminalisten abgeholt. Der Leiter des LVT, Helmut Mayer: "Ja, es hat Waffenfunde gegeben." Die Frage, ob es Zusammenhänge zwischen den Paketen und den angepeilten Funden bei den Hausdurchsuchungen gibt, lässt der Jurist unbeantwortet.
Schwierige Ermittlungen. Die Ermittlungen rund um die Waffenwerkstatt, in der scharfe Waffen zu funktionsunfähigen "Deko-Waffen" umfunktioniert worden sein sollen, gestalten sich schwierig. In Deutschland konnte bereits mindestens ein Abnehmer ausfindig gemacht werden. Über die Verkaufspreise für die Waffen schweigen die Ferlacher. Reichtümer dürften sie aber nicht angehäuft haben.











