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    Zuletzt aktualisiert: 06.11.2008 um 08:05 Uhr

    Drogenbericht: Experten zeichnen gemischtes Bild

    Bundesdrogenkoordinator Pietsch ist skeptisch, ob der Trend hält. Der Wiener Drogenkoordinator Dressel freut sich über den Rückgang der Todesfälle, gibt aber zu bedenken, dass der Konsum von Cannabis und anderen Substanzen steigt.

    Drogenkonsum in Österreich ist stabil.

    Foto © APADrogenkonsum in Österreich ist stabil.

    Der neue Österreichische Drogenbericht mit den Daten aus dem Jahr 2007 hinterlässt bei führenden Experten ein gemischtes Bild. Einerseits zeigte man sich erfreut, dass die Zahl der Drogentoten erstmals nach Jahren gesunken ist, anderseits wird betont, dass man wachsam bleiben müsste. Dies erklärten Bundesdrogenkoordinator Franz Pietsch und der Wiener Drogenkoordinator Michael Dressel.

    Trend beobachten. "Wir haben zum ersten Mal seit Jahren eine rückläufige Tendenz bei den Drogentoten. Ihre Zahl ist bis 2006 kontinuierlich angestiegen. Man wird sehen, ob dieser Trend halten wird", sagte der Bundesdrogenkoordinator Franz Pietsch (Gesundheitsministerium), auch Vorstandsmitglied der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD/Lissabon), die heute, Donnerstagvormittag, ihren Jahresbericht (Zahlen: 2006) in Brüssel vorstellt.

    Stabile Situation. Insgesamt sei die Situation ziemlich stabil. Pietsch: "Wir können von einer Stabilisierung beim problematischen bzw. i.v.-Drogenkonsum (Injizieren von Opiaten, Anm.) ausgehen, vielleicht von einem kleinen Rückgang. Wir haben einen hohen Anteil an Substitutionspatienten." Die nun geltende neue Verordnung zur Drogensubstitution mit strikteren Mitgaberegeln für die Ersatzpräparate (Methadon, Buprenorphin, retardierte Morphine etc.) habe dazu geführt, dass der Anteil der Substitutionspatienten mit kontrollierter Einnahme gestiegen sei. Das habe sich aber nicht negativ auf die Zahl der Substitutionspatienten (mittlerweile mehr als 10.000 in Österreich) ausgewirkt: "Wir haben im vergangenen Jahr einen Anstieg dieser Zahl um 20 Prozent registriert." Genaue aktuelle Zahlen werde es in Zukunft mit Umstellung des Meldeverfahrens auf ein Online-System geben.

    Differenziertes Bild. Wiens Drogenkoordinator Michael Dressel zeichnete ebenfalls ein differenziertes Bild: "Es ist erfreulich, dass die Zahl der Todesfälle rückgängig ist. Wir haben jetzt aber schon eine Studie konzipiert, in der wir uns näher ansehen werden, was die Ursachen und wie die Zusammenhänge sind, unter denen hier Menschen sterben. Es ist nicht nur die (Drogen-)Substanz allein. Wir sind bei der Drogensubstitution wesentlich weiter als viele Bundesländer und hier sehr erfolgreich. Wir haben bei rund 7.000 Substitutionspatienten nur 200 bis 300, die problematisch damit umgehen." Man müsse aber wachsam bleiben. Dressel: "Die Opiate scheinen abnehmend zu sein oder zu stagnieren. Der Konsum von Cannabis und anderen Substanzen ist aber nach wie vor im Steigen, nicht exorbitant, aber im Steigen."


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