Birnen-Brennern fehlen Früchte
Für "Europa"-Ausstellungsgäste könnte es 2009 zu wenig Schnaps geben.
"Ich kann mich nicht erinnern, dass es so wenig Birnen gegeben hat wie heuer", staunt "Altacherwirt" Dominikus Spendel - und diese Birnenknappheit hat Folgen für ihn und einige seine Unterkärntner Mitbrenner. Im nächsten Jahr findet dort nämlich die Europa-Ausstellung 2009 statt, "Die Macht des Wortes" in St. Paul und "Die Macht des Bildes" in Bleiburg. "Wir liegen genau auf dem Weg dazwischen und wollten den bis zu 200.000 Besuchern auch unseren Birnenschnaps anbieten, der heuer sehr gut gelaufen ist - und jetzt gibt es so wenig", stöhnt Spendel.
Schuld ist die so genannte "Alternanz", die vor allem den Streuobstwiesen-Verwertern abwechselnd gute und schlechte Äpfel- und Birnenjahre beschert. Das führt auch dazu, dass angesetzte Liköre mal mit Birnenschnaps oder - wie heuer - verstärkt auf Apfeldestillat angesetzt werden. Viele der Lavanttaler Obstbauern aber setzen auf sortenreine Schnäpse, wie der "Lenzbauer" Hans Gritsch: "Wie machen in diesem jahr verstärkt Schnaps aus den Sorten Jonathan und Lavanttaler Banane."
Obstanbau-Experte Siegfried Quendler glaubt, dass die Landwirte gut mit dem Ernterhythmus umgehen können. "Wo keine Birnen sind, muss man halt Äpfel nehmen." Spendel hat übrigens eine originelle Beobachtung gemacht: "Seit der Birnenmangel bekannt geworden ist, fragen die Kunden vermehrt nach Birnensaft, Birnenmost und Birnenschnaps." Deren guter Geschmack ist nur eine Ursache. Spendels über den zweiten Nachfrage-Grund: "Was knapp wird, das wird interessant!
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