Flüssigkeitsverbot im Flug-Handgepäck soll bis April 2010 wieder weg
Die EU-Kommission bereitet Gesamtpaket für die Neuregelung der Flugsicherheit vor.

Foto © APAAb 2010 sollte man wieder im Handgepäck Tuben und Flaschen jeder Größe mitführen dürfen
Die Europäische Kommission will das Verbot für
Flüssigkeiten im Handgepäck nun definitiv wieder aufheben. Als
Bedingung soll das Aufstellen neuartiger Erkennungsgeräte auf
Flughäfen geknüpft werden, die in der Lage sind, flüssige
Sprengstoffe im Handgepäck zu erkennen. Eines der noch zu klärenden
Probleme sind die hohen Kosten für die Technologie: Ein Gerät zur
Erkennung von Sprengstoffen kostet nach Angaben aus
EU-Parlamentskreisen derzeit rund 300.000 Euro.
Neue Regelung bis 2010. Wie aus Kommissionskreisen zu erfahren war, soll das Verbot im
Rahmen einer gesamten Neuregelung der Sicherheitsvorschriften im
Flugverkehr unter Berücksichtigung neuer Technologien bis spätestens
April 2010 fallen. Zu dem Fragenkomplex, der eine Art Gesamtpaket
darstellt, das bis dahin beschlossen werden soll, gehören auch die
umstrittenen Körperscanner.
Kritik an bisheriger Regelung. Die vor zwei Jahren in Europa eingeführten Sicherheitsvorschriften
im Flugverkehr sehen vor, dass Passagiere Flüssigkeiten wie Getränke,
Zahnpasta oder Babynahrung nur noch in 100-Milliliter-Behältern in
geringer Anzahl an Bord mitnehmen dürfen. Die Regelung wird seit
längerem von mehreren Seiten kritisiert.
Lästig. Das Verbot wird von vielen Fluggästen als belästigend und als zu
weit reichende Einschränkung ihrer Bedürfnisse empfunden. Auch andere
Staaten, wie das nicht zur EU gehörende Norwegen oder die USA planen
eine Abschaffung des Verbots unter ähnlichen Bedingungen wie die
Europäische Union. Das EU-Parlament hatte bereits im September
vergangenen Jahres die Kommission um eine Aufhebung des Verbots
ersucht.











