TV hat Einfluss auf frühe Schwangerschaften
Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung bei 2.003 Jugendlichen in den USA.

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Amerikanische Wissenschafter haben in einer
neuen Studie einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von
Schwangerschaften im Teenager-Alter und den Fernsehgewohnheiten
ermittelt. Demnach gibt es in den USA eine doppelt so hohe
Wahrscheinlichkeit für eine frühzeitige Schwangerschaft bei Mädchen,
die sich regelmäßig Serienfilme mit sexuell gefärbten Dialogen und
Darstellungen anschauen.
TV-Gewohnheiten. Die Studie wurde am Montag in der November-Ausgabe der
Fachzeitschrift "Pediatrics" vorgestellt. Sie beruht auf der
landesweiten Befragung von 2.003 Mädchen und Buben im Alter von 12
bis 17 Jahren über ihre Fernsehgewohnheiten im Jahr 2001. Die
Jugendlichen wurden danach zweimal zu einer Schwangerschaft befragt,
zuletzt 2004. Bei den Mädchen registrierte die Studie 58
Schwangerschaften. Bei den männlichen Jugendlichen gaben 33 an, eine
Schwangerschaft verursacht zu haben.
Enger Zusammenhang.
Schwangerschaften waren demnach doppelt so häufig in derjenigen
Personengruppe, die sich regelmäßig Fernsehfilme mit sexuellen Themen
anschauten, darunter auch die Serie "Sex and the City" - verglichen
mit anderen, die sich nicht regelmäßig diese Filme ansahen. Die
Leiterin der Studie, Anita Chandra, erklärte, dass es einen engen
Zusammenhang zwischen Teenager-Schwangerschaften und dem
Fernsehkonsum gebe. Dieser sei auch dann festzustellen, wenn andere
Faktoren wie Schulnoten, Familienstrukturen oder das Bildungsniveau
der Eltern mit einbezogen würden. Sie zieht daraus den Schluss, dass
Serien, die allein die positiven Seiten von sexuellem Verhalten
betonten, Jugendliche dazu verleiten könnten, sich auf ungeschützten
Geschlechtsverkehr einzulassen, "ehe sie bereit sind, verantwortliche
und informierte Entscheidungen zu treffen".
Kritik an der Studie.
Elizabeth Schroeder, die an der Rutgers University das
Sexualerziehungsprogramm Answer leitet, kritisierte, dass die Studie
nicht umfassend genug angelegt sei und Faktoren wie Selbstachtung
oder Familieneinkommen nicht berücksichtigt habe. "Die Medien haben
einen Einfluss", sagte Schroeder. "Aber wir kennen nicht das ganze
Ausmaß, weil es so viele andere Faktoren gibt."










