Sahara-Geiseln: Reaktionen der Politiker
Politiker aller Fraktionen sind über die Freilassung der Sahara-Geiseln Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber erfreut und loben den diplomatischen Erfolg.

Foto © APABundespräsident Heinz Fischer ist sehr glücklich.
Bundespräsident Heinz Fischer hat sich sehr
erleichtert und hoch erfreut über die Nachricht der Freilassung der
beiden österreichischen Geiseln Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber in
Mali gezeigt. "Damit gehen die vielen Monate des Wartens und des
Bangens für die beiden Geiseln und ihre Angehörigen zu Ende", betonte
der Bundespräsident. "Sehr glücklich" über die Befreiung zeigte sich
auch Salzburgs Gabi Burgstaller (S) in einer ersten Reaktion. "Die
Nachricht von der Freilassung ist eine große Erleichterung - gerade
auch für die Angehörigen der beiden Entführungsopfer, die seit 253
Tagen in quälender Ungewissheit über das Schicksal der beiden
lebten", so die Landeshauptfrau.
Umsicht und Engagement.
Heinz Fischer dankt allen, die sich während der vergangenen Monate
"mit viel Umsicht und Engagement" für die Befreiung eingesetzt haben:
den zuständigen Mitgliedern der österreichischen Bundesregierung, dem
im Außenministerium eingerichteten Krisenstab sowie allen anderen im
In- und Ausland, die dazu beigetragen haben. "Besonderer Dank des
Bundespräsidenten gilt dem Präsidenten von Mali, Amadou Toumani
Touré, für seinen persönlichen Einsatz in der Sache", hieß es in
einer Aussendung am Freitag.
Pröll erleichtert.Erleichtert haben sich auch der geschäftsführende
ÖVP-Obmann Josef Pröll sowie der außenpolitische Sprecher der Partei,
Wolfgang Schüssel, über die Freilassung der zwei österreichischen
Geiseln in Mali gezeigt. "Die Nachricht von der Freilassung hat mich
sehr gefreut, vor allem aber freue ich mich in diesen Stunden mit
Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner sowie mit ihren Familien", so
Pröll am Freitag in einer Aussendung.
Lob für Plassink.
"Besonderer Dank" gilt laut Pröll in diesem Zusammenhang
Außenministerin Ursula Plassnik (V) und ihrem Team, die "unermüdlich"
für die Freilassung der beiden Österreicher gearbeitet und in
ständigem Kontakt mit den afrikanischen Behörden gewesen seien. Es
sei auch ihrem Engagement zu verdanken, dass sich die beiden jetzt
auf den sicheren Heimweg nach Österreich und zu ihren Familien machen
könnten. "Vor allem die guten Beziehungen Österreichs mit Afrika und
der arabischen Welt haben entscheidend zu diesem positiven Ausgang
beigetragen."
Verhandlungsgeschick.
"Es ist schön zu hören, dass die beiden wohlauf und in Obhut der
malischen Behörden sind und die Heimreise nach Österreich schon in
Vorbereitung ist", erklärte Schüssel. Lob zollte der Ex-Kanzler "der
umsichtigen Diplomatie" Plassniks und ihrem Team im Außenministerium.
"Ursula Plassnik hat in dieser sehr schwierigen Phase wieder einmal
ihre außenpolitische Kompetenz und ihr Verhandlungsgeschick
eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht."
Ferrero-Waldner spricht von diplomatischen Erfolg.
EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hat
sich erfreut über das Ende des Geiseldramas der beiden
österreichischen Touristen in Mali gezeigt. "Ich beglückwünsche
Außenministerin Ursula Plassnik zu diesem diplomatischen Erfolg und
danke allen an der Freilassung Involvierten", erklärte sie am Freitag
in einer Stellungnahme in Brüssel.










