Studentenproteste in Italien: In Unterwäsche auf den Straßen
Wegen der umstrittenen Bildungsreform lassen die italienischen Studenten ihre Hüllen fallen.

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In mehreren italienischen Städten ist es am Dienstag
wieder zu Demonstrationen von Schülern und Studenten gegen die
Schulreform der Regierung Berlusconi gekommen. In Rom protestierten
römische Psychologie-Studenten in Unterwäsche. Einige nur mit Slip
und Büstenhalter bekleidete Studentinnen zeigten Plakate mit Slogans
gegen die Bildungsreform: "Wir bezahlen nicht für die Krise".
Sit-in.
In Rom kam es am Dienstag zu einem Sit-in der Studenten vor dem
Regierungssitz. Aus Protest gegen die Reform hielten Professoren in
mehreren italienischen Städten ihren Unterricht auf öffentlichen
Plätzen. Schulen und Universitäten wurden aus Protest besetzt.
Studentenverbände kündigten Non-Stop-Demonstrationen und
Hörsaal-Besetzungen in ganz Italien an.
Schlussabstimmung.
Im Senat ist am Mittwoch die Schlussabstimmung über das seit
Wochen von Studenten und Schülern bekämpfte Gesetz zur Reform von
Schule und Hochschule angesetzt. Regierungschef Silvio Berlusconi ist
entschlossen, trotz des heftigen Widerstands der Studenten das Gesetz
im Parlament durchzubringen. Er vertraut auf seine solide Mehrheit.
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Die umstrittene Reform
Berlusconis Bildungsreform sieht die Streichung von 87.000 Lehrerstellen und 44.500 Jobs im administrativen Schulbereich innerhalb der nächsten drei Jahre vor. Berlusconi will außerdem das Budget der Universitäten kürzen.









