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Zuletzt aktualisiert: 27.10.2008 um 06:29 UhrKommentare

Diebe werden immer dreister

Trotz Warnungen: Täglich werden Kärntner Pensionisten zu Opfern von Trickdieben. Die Methoden der Gauner werden immer dreister. Wie man sich am besten schützt.

Die Methoden der Diebe werden immer raffinierter

Foto © APADie Methoden der Diebe werden immer raffinierter

Trickdiebe kommen in den verschiedensten Masken. Forsch geben sie sich als Freunde der Nachbarn, Handwerker, Bankmitarbeiter oder als Hilfesuchende aus. Die Täter sind freundlich, höflich und gut gekleidet. So fällt es ihnen leicht, Vertrauen zu erwecken. Ihre Maschen sind eigentlich immer die selben, und doch finden die Täter täglich neue Opfer. Betroffen sind meistens ältere Menschen.

"Nicht doof". Warum? "Sie leben oft alleine und freuen sich, wenn sie einmal mit jemandem reden können", sagt Werner Leitner, Betrugs-Spezialist im Stadtpolizeikommando Klagenfurt. Hinzu kommt, dass Täter mit der Vergesslichkeit und Ängstlichkeit von Pensionisten rechnen. In Broschüren und auf zahlreichen Websites werden Senioren motiviert, sich Trickbetrügern nicht leichtfertig auszuliefern. "Senioren sind alt, aber nicht doof!" heißt es etwa auf www.pfiffige-senioren.de. Hier erfahren ältere Menschen alles über die Tricks der Gauner und wie sie sich schützen können.

Vorsicht geboten. Trickdiebe arbeiten meistens in Gruppen. Sie kommen meistens aus dem Osten. Ältere Menschen werden entweder auf der Straße, per Telefon oder direkt an der Wohnungstüre angesprochen. Einer lenkt das potentielle Opfer ab, der andere führt die Tat aus. Den Dieben geht es hauptsächlich um Geld und Schmuck. "Erwischt man einen Täter, hat er nichts mehr, weil er die Beute schon an einen Komplizen weitergegeben hat. Die Tat ist ihm deshalb nur schwer nachzuweisen", sagt Leitner.

Keine hohen Beträge. Der Beamte appelliert deshalb an die älteren Menschen: "Bitte keine großen Summen von Bargeld zu Hause aufbewahren. Die Täter rechnen damit". Vorsichtig sollte man auch nach dem Abheben von Bargeld in einer Bank sein. Oft wird man dabei beobachtet. Kurz danach wird man z. B. nach dem richtigen Weg gefragt – und schon ist die Handtasche weg.

CLAUDIA BEER-ODEBRECHT

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