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Zuletzt aktualisiert: 27.10.2008 um 05:30 UhrKommentare

In Friesach baut man auf das Mittelalter

Das Burgenprojekt in Friesach nimmt Gestalt an. In 30 Jahren soll die Burg stehen. Viele Mitarbeiter konnten bereits gewonnen werden.

Hier soll das Handwerksdorf entstehen

Foto © KöstingerHier soll das Handwerksdorf entstehen

In gemütlichen 20 Minuten umrundet man jene beiden Berggupfe am Friesacher Deutschhauserberg, wo künftig die neue "Friesacher Burg" thronen soll. Mehr als 100 Interessierte machten sich am Samstag auf, um das Gelände zu erkunden und auch Informationen zum geplanten Projekt zu bekommen.

Authenzität. "Teilweise ist der Hohlweg zu steil, da werden die Rösser nur schwer die Last ziehen", meint Pferdezüchter Peter Petritsch aus St. Salvator. Er will einige Norikerpferde am Bau einsetzen. Authentizität soll nämlich beim Burgen bau gefragt sein, da gehören Pferde- und Ochsengespanne natürlich dazu. "Wir werden und müssen allerdings Kompromisse bei dieser Authentizität eingehen", sagt die Historikerin Renate Jernej, die mit Gertrud Pollak und Hans Steiner die Besucher wissenschaftlich und baufachlich an diesem Informationstag begleitete. "Mit Materialien und Techniken des Mittelalters soll der Bau entstehen, Arbeitssicherheit und soziale Absicherung entsprechen aber dem dritten Jahrtausend", versichert Jerney. Gelbe Schutzhelme, oder Arbeitsschuhe mit Stahlkappen wird's selbstverständlich geben.

Leuchtturmprojekt. Das Projekt habe Strahlkraft, touristisch soll es ein Leuchtturmprojekt für die Region werden, meint die Historikerin. Geschichte wird man hier in der Zukunft erleben - im wahrsten Sinne des Wortes. 35 Bewerbungen, vom Architekten bis zum Bauhilfsarbeiter, sind bis zum Samstag eingegangen, 80 Volontäre wollen im nächsten Sommer für Kost und Logis mithelfen. Eine goldene Nase kann man aber dabei nicht verdienen: "Wir liegen zwar im Lohnniveau etwas unter dem Durchschnitt, aber viele sagen, dass ihnen die Lebensqualität wichtiger ist", weiß Jerney.

Startschuss. 15 Personen sollen beim Startschuss im Winter bereits dabei sein, wenn es um die Planung geht. Ab März soll es dann auf dem sieben Hektar großen Burgareal so richtig rund gehen, denn dann greifen Steinbrecher, Mörtelmischer, Schmiede und Zimmerer ein. "Alle sollen zufrieden sein, jene, die hier arbeiten, und alle Besucher, die sich das Projekt ansehen. Dinge werden greifbar gemacht durch die Romantik und Kultur der mittelalterlichen Baukunst", sagt Baumeister "Aedificator" Hans Steiner.

GERT KÖSTINGER

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Foto © Köstinger

Bild vergrößernAuf diesem Hügel könnte die Burg in 30 Jahren stehenFoto © Köstinger

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