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    Zuletzt aktualisiert: 24.10.2008 um 13:44 UhrKommentare

    Pukanic-Mord: Erinnerung an die "montenegrinische Episode"

    Kroatischer Journalist sorgte im Frühjahr 2001 durch eine Artikelreihe über Zigarettenschmuggel auf dem Balkan für Aufsehen.

    Pukanic ist tot

    Foto © APAPukanic ist tot

    Der am Donnerstagabend in Zagreb ermordete kroatische Journalist und Zeitungsverleger Ivo Pukanic hatte vor Jahren mit einer Artikelreihe über die Zigarettenmafia auf dem gesamten Balkan für großes Aufsehen gesorgt, vor allem in Montenegro.

    Vorwürfe. Die Artikelserie wurde in der Zeitschrift "Nacional" veröffentlicht. Darauf folgten mehrere Gerichtsverfahren gegen Pukanic und die kroatische Zeitschrift, aber auch das montenegrinische Oppositionsblatt "Dan", welches die Artikelreihe übernahm. Pukanic warf in seinen Artikeln, unter anderem, dem damaligen montenegrinischen Staatschef Milo Djukanovic vor, am Zigarettenschmuggel von Montenegro nach Italien in Millionenhöhe beteiligt gewesen zu sein. Djukanovic bestritt die Angaben vehement und brachte sie mit seinen heimischen politischen Gegnern in Verbindung.

    Gute Beziehungen. Die Artikelreihe wurde inmitten der Diskussion über das später abgehaltenen Unabhängigkeitsreferendum (2006) veröffentlicht. Djukanovic reichte auch Schadenersatzklagen gegen "Nacional" und "Dan" ein. Gute Beziehungen zur Spitze der Zigarettenschmuggler-Mafia auf dem Balkan wurden von Pukanic auch dem damalige Premier Zoran Djindjic nachgesagt. Gemeint war der in der Schweiz ansässige serbischer Geschäftsmann Stanko Subotic Cane, der dem gerade ins Amt eingeführte serbischen Premier im Frühjahr 2001 sein Privatflugzeug für eine Auslandsreise zur Verfügung stellte. Djindjic bereute später wiederholt öffentlich, das kompromittierende Angebot akzeptiert zu haben.

    Haftbefehl. In Serbien wurde wegen Zigarettenschmuggels im Vorjahr ein Haftbefehl für Subotic ausgestellt, der sich zur Zeit in Moskau aufhalten soll. Der "Zigarettenmafia-Boss" auf dem Balkan hatte in den 1980-er Jahren seine Berufslaufbahn als Schneider in einer Ortschaft unweit Belgrads begonnen.

    Ermordet. Mehrere aus Montenegro stammende Akteure der Artikelreihe von Pukanic sind unterdessen nicht mehr am Leben, stellte am heutigen Freitag die Tageszeitung "Vijesti" fest. Bereits im Frühjahr 2001 wurde in der Adria-Stadt Budva ein von Pukanic als Mafia-Killer bezeichneter lokaler Unterwelt-Angehöriger brutal ermordet. Später ereilte dasselbe Schicksal auch seinen in Schweden lebenden Verwandten. Der Chefredakteur der Tageszeitung "Dan" wurde im Mai 2004 vor dem Redaktionsgebäude ermordet. Die Tat wurde nie aufgeklärt.


    "Wer ist der Nächste?"

    Mit dem Anschlag auf Pukanic und Franjic sei "Terrorismus auf den Straßen Zagrebs" eingekehrt, erklärte Mesic in einer ersten Reaktion. Die kriminelle Unterwelt habe den Rechtsstaat mit noch nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert.

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