Sensationeller Geier-Nachwuchs
In der Adlerarena Landskron gelang heuer erstmals die Nachzucht eines Gänsegeiers ohne menschliche Hilfe bei der Befruchtung und beim Brüten.

Foto © KK/AdlerwarteGustav hat sich mittlerweile zu einem prächtigen Jung-Geier entwickelt
Seit rund 30 Jahren gibt es in der Adlerarena Landskron Gänsegeier, aber erst heuer ist erstmals eine Nachzucht gelungen, bei der der Mensch seine Hände nicht im Spiel hatte: Gustav, geschlüpft am 25. Mai 2008, ist das alleinige "Produkt" von Mama Ulrike und Papa Willi. "Es wurde weder bei der Befruchtung noch beim Brüten künstlich nachgeholfen. Das ist einzigartig", freut sich Franz Schüttelkopf von der Greifvogelwarte.
Liebevolle Geier. Geier sind liebevolle Eltern, die sich sowohl das Brüten als auch das Aufziehen ihres Nachwuchses teilen. Pro Jahr wird nur ein Ei gelegt. Auf dem Horst hocken abwechselnd Männchen und Weibchen, auch an der Versorgung des Jungen sind beide Elternteile aktiv beteiligt. Gustav ist inzwischen ein ausgewachsener Gänsegeier, der täglich seine Runden über dem Villacher Becken dreht. Geier fliegen in Gruppen und können - angetrieben von der Thermik - extreme Höhen erreichen. Ihre Augen sind so scharf, dass sie, auch wenn sie viele Kilometer über dem Boden kreisen, ihr Futter erkennen können.
Beringt, aber frei."Geier sind Aasfresser, die in freier Wildbahn nach toten Schafen, Rindern oder Wildtieren Ausschau halten und dabei große Entfernungen zurücklegen", erklärt Schüttelkopf. In der Greifvogelwarte werden die Tiere allerdings täglich gefüttert. Auf totale Freiheit verzichten muss Gustav trotzdem nicht. Er wurde nur wenige Tage nach dem Schlüpfen beringt, sonst wird er nicht von Menschen berührt.
Features
Flugshow
Die Adlerarena ist bis 2. November geöffnet. Vorführungen täglich um 11 und 14.30 Uhr. Tel. 0 42 42/428 88.
Foto

Gustav, als er fünf Tage alt warFoto © KK/Adlerwarte











