Wien: Vierjähriger lebte eine Woche alleine neben toter Mutter
Die 33-jährige Mutter starb an einer Überdosis Drogen. Erst nach einer Woche rief der Bub um Hilfe.
Ein vierjähriger Bub hat in Wien-Döbling eine Woche
lang alleine neben seiner toten Mutter gewohnt. Erst dann rief das
Kind um Hilfe. Dieser Vorfall, von dem die ORF-Sendung "Wien Heute"
am Freitag exklusiv berichtete, habe sich bereits im September
zugetragen, teilte die Bundespolizeidirektion am Freitag mit und
bestätigte damit den Fernsehbericht. Die 33-jährige Mutter soll an
einer Überdosis Drogen gestorben sein.
Hilferuf.
In der Zeit, die das Kind alleine in der Wohnung in der
Boschstraße verbracht hat, sei es die meiste Zeit neben seiner toten
Mutter im Bett gelegen, habe ferngesehen und geschlafen, so "Wien
Heute". Ernährt haben soll sich der Vierjährige hauptsächlich von
Zuckerln und Eis. Nach einer Woche soll er schließlich "Hilfe, meine
Mama bewegt sich nicht mehr" aus dem Fenster gerufen und so die
Einsatzkräfte alarmiert haben. Diese fanden in der Wohnung die
verwesende Leiche der Frau, die Staatsanwalt habe eine Obduktion der
33-Jährigen angeordnet.
Betreute Wohngemeinschaft.
Der kleine Bub wurde nach dem Vorfall in einem Krisenzentrum
untergebracht, wo er sich gut eingelebt und auch seinen fünften
Geburtstag gefeiert haben soll. Vor einigen Tagen sei er in eine
betreute Wohngemeinschaft übersiedelt. Nachdem vor kurzem auch der
Vater des Kindes gestorben ist und die Großmutter die Betreuung
zurzeit nicht übernehmen kann, suche man jetzt nach weiteren
Verwandten des Buben, hieß es im ORF.











