Chemie-Nobelpreis 2008 für grün fluoreszierendes Protein
Der Nobelpreis für Physik 2008 geht an US-Forscher Yoichiro Nambu, sowie an die zwei japanischen Forscher Makoto Kobayashi und Toshihide Maskawa.

Foto © ReutersZwei mit dem Protein versehene Schweine
Der Chemie-Nobelpreis 2008 geht zu je einem
Drittel an in den USA tätige Forscher: den organischen Chemiker Osamu
Shimomura, den Neurobiologen Martin Chalfie und den Physiologen Roger
Y. Tsien. Sie erhalten die Auszeichnung "für die Entdeckung und die
Nutzbarmachung des grün fluoreszierenden Proteins, GPF", das unter
Anregung mit blauem oder UV-Licht grün fluoresziert. Das gab die
Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften heute, Mittwoch, in
Stockholm bekannt. Die Auszeichnung ist wie im Vorjahr mit zehn
Millionen Kronen (rund einer Mio. Euro) dotiert und wird am 10.
Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm
überreicht.
Wichtiges Werkzeug.
GPF, das ursprünglich in Quallen vorkommt, hat weitreichende
Bedeutung in der Biologie, weil damit andere Proteine in lebenden
Zellen, Geweben oder Organismen direkt beobachtet werden können. Es
sei "eines der wichtigsten Werkzeuge" in den modernen
Biowissenschaften, begründet das Nobelpreiskomitee seine
Entscheidung.
Im Vorjahr ging der Nobelpreis für Chemie an den deutschen
Forscher Gerhard Ertl. Er wurde für seine Studien von chemischen
Verfahren auf festen Oberflächen ausgezeichnet.
Features
Fakten
Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits, verfügte 1895 in seinem Testament, eine Stiftung möge die besten naturwissenschaftlichen Leistungen (dazu noch Preise für Literatur und Frieden) auszeichnen. Heute bildet der Preis die Spitze der Rangleiter innerhalb der Wissenschaften, unerreicht von jedem anderen Preis.











