Aus für Schutzhütten und alpine Wege droht
Alpenverein schlägt Alarm: Mit nur 21.000 Euro Landesförderung wird man gewaltigen Aufgaben bald nicht mehr im nötigen Maß nachkommen können.

Foto © APANicht nur für die Erhaltung der Schutzhütten wird mehr Geld benötigt, auch die Betreuung des Alpinnetzes muss gewährleistet sein
Mit 25.519 Mitgliedern ist der Alpenverein nicht nur ein Vereinsriese in Kärnten, sondern darüber hinaus auch unverzichtbar. Kaum etwas geht in der alpinen Region ohne diese Organisation, die allein durch ihre Schutzhütten - 39 davon in Kärnten - Wanderern und Bergsteigern allgegenwärtig ist. Unschätzbare Dienste leistet man der Öffentlichkeit weiters durch Markierung und Betreuung des alpinen Wegenetzes - 4300 Kilometer davon in Kärnten.
Hohe Kosten. Doch wie lange noch? Trotz Mitgliederbooms und Bundeszuschüssen von 25 Prozent ist der Landesverband Kärnten finanziell am Plafond angelangt: Weil die Aufwändungen stetig steigen (allein 1,1 Millionen Euro wurden 2007 in die Schutzhütten investiert, die meist um die 100 Jahre alt sind. 130.000 Euro und zirka 5500 Arbeitsstunden flossen in die Erhaltung des Wegenetzes).
Gleiche Summe. Und weil die Unterstützung durch das Land Kärnten seit 2002 bei 21.000 Euro eingefroren ist, womit man im Bundesländervergleich das Aschenputtel ist. Selbst das kleine Vorarlberg schüttet 37.000 Euro aus, Tirol 58.000, Salzburg 85.000, Steiermark 95.000 und Oberösterreich gar unglaubliche 222.000.
Weniger Förderung. "Die Landesförderung ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als ein Viertel zurückgenommen worden. Berücksichtigt man die Kaufkraftminderung, haben wir sogar 40 Prozent eingebüßt", klagt der Vorsitzende des Landesverbandes Kärnten, Herwig Gräbner. Unter diesen Umständen, gibt er unumwunden zu, werde es unmöglich sein, den Dienst an der Allgemeinheit - der einklagbar ist, wie er betont- aufrecht erhalten zu können.
Annäherung an andere Bundesländer. Der Alpenverein hofft daher auf das Verständnis des Landes Kärnten beim Wunsch nach mehr Geld. Bei der Minimalvariante einer Valorisierung der Beihilfe wäre das eine Erhöhung auf 35.000 Euro. Mittelfristig strebt man aber eine Annäherung an die anderen Bundesländern an. Und als "Traum" schwebt Herwig Gräbner "jene Summe vor, die bei der Verzinsung der Fußballförderung in Höhe von drei Millionen Euro zu erzielen wäre" - ungefähr 150.000 Euro also .










