Soldaten feiern ihr "Zelt Gottes"
Vor 40 Jahren wurde Soldatenkirche in Klagenfurt eingeweiht. Kirchenopfer für "Kärntner in Not".
Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich will mich einhüllen lassen von der herben Kühle der Kirchen. Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen. Ich brauche es gegen das geistlose Gebrüll des Kasernenhofes und das geistreiche Geschwätz der Mitläufer." Auszüge aus dem Roman "Nachtzug nach Lissabon", in dem der Schweizer Autor Pascal Mercier die Diktatur in Portugal geiselt, hat Militärdekan Emmanuel Longin sehr bewusst für die Einladung zum Jubiläumsgottesdienst "40 Jahre Soldatenkirche" am Gelände der Khevenhüllerkaserne in Klagenfurt-Lendorf am Sonntag den 5. Oktober Beginn 9:30 Uhr(mit Totenehrung), gewählt.
Auf eigene Faust. Eingeweiht wurde das Gotteshaus, welches dutzenden Soldatengenerationen als Ort des offenes Glaubensbekenntnis diente und dient, am 6. Oktober 1968. Der damalige Militärdekan Felix Mayer hatte mit Soldaten, Freunden, Gönnern und der Unterstützung öffentlicher und kommunaler Institutionen das ehrgeizige Projekt verwirklicht.
20 Jahre im Dienst. Den Festgottesdienst, bei dem das gesamte Kirchenopfer der Kleine Zeitung-Aktion "Kärntner in Not" zur Verfügung gestellt wird, zelebriert der Abt des Stiftes Heiligenkreuz, Gregor Henckel Donnersmarck. Emmanuel Longin begeht dabei auch sein 20-Jahr-Dienstjubiläum als Militärpfarrer.











