"In Vorstand gehe ich schon"
Thomas Koperna über "irreale Vorstellungen" der Primarii, aufklärende Einzelgespräche und eine etwaige Versetzung.
Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Primarärzte Sie und Herwig Wetzlinger nicht mehr als Chefs haben wollen und Ihnen die falsche medizinische Positionierung des Hauses vorhalten?
THOMAS KOPERNA: Dass ist durch die Versprechungen entstanden, die Kabeg-Vorstand Mandl den Primarii gemacht hat - mehr Betten, Verzicht auf Zentrumsmanager. Jetzt ist der neue Messias Mandl verschwunden, es herrscht aber noch immer der Eindruck vor, dass es die Vorgaben der Landesregierung, die wir umgesetzt haben, nicht mehr gibt.
Halten Sie einen Meinungsumschwung für möglich?
KOPERNA: Ich habe schon mehrere Gespräche mit Unterzeichnern des Briefes geführt und konnte klar machen, dass sie von irrealen Vorstellungen ausgeht. Aber man muss einzeln mit ihnen reden. Ich glaub' schon, dass man das wieder einfangen kann.
Eine Befürchtung ist, dass Sie und Wetzlinger nicht mehr miteinander können und ein Dauerkonflikt vorprogrammiert wäre.
KOPERNA: Das ist eine rührende Sorge. Wir haben auch vorher sachlich und inhaltlich Reibepunkte gehabt, es gibt aber keine Vorbehalte meinerseits. Ich wüsste also nicht, warum die Zusammenarbeit nicht funktionieren sollte.
Würden Sie einem Wechsel in die Kabeg zustimmen, wie es mit Mandl ausgemacht war und wie es der Betriebsrat fordert?
KOPERNA: Wenn er mir einen Vorstandposten besorgt, dann kann man darüber reden, aber sicher nicht so, wie es Mandl wollte: Mich in ein Kammerl setzen, die Türe zusperren und den Schlüssel wegwerfen. Eines stimmt: Meine größte Stärke ist die strategische Unternehmensführung. Aber auch in der Kabeg würde ich Vorgaben exekutieren.











