Grippe-Welle droht: Impfaktion
Nur zwölf Prozent der Bevölkerung ließen sich 2007 gegen Grippe impfen. Experten rechnen damit, dass Influenza in Kärnten im Jänner Höhepunkt erreichen wird.
Seit Mitte September hat der Herbst Kärnten fest im Griff. Doch nicht nur die Blätter der Bäume färben sich seither rot, sondern auch die Nasen vieler Kärntner. Schuld daran ist der Schnupfen. Viele Patienten mit starken Verkühlungen suchen die Ordinationen der Allgemeinmediziner auf. "Influenza ist das aber noch keine. Es sind derzeit maximal grippale Infekte", sagt Landessanitätsdirektor Gerhard Olexinski.
Neue Virenstämme. Droht uns in diesem Winter eine heftige Grippewelle? "Das kann man nur schwer vorhersagen", sagt Olexinski. Die Weltgesundheitsorganisation rechne heuer mit dem Auftreten von drei neuen Virenstämmen. "Sie sind aber bereits bekannt, und bei der Herstellung des Impfstoffes wurde darauf Rücksicht genommen", so Olexinski. Tatsächlich lassen sich aber nur wenige Österreicher gegen Grippe impfen. Im Vorjahr waren es zwölf Prozent. Laut Gesundheitsministerium erkrankten 2007 rund 400.000 Menschen an Grippe, jedes Jahr gäbe es 2000 bis 3000 Todesfälle in Österreich.
11,50 Euro. Um das zu ändern, startet Gesundheitsreferent Peter Kaiser eine Grippe-Impfaktion. Bis Februar 2009 kann man sich in den Gesundheitsämtern der Bezirkshauptmannschaften vergünstigt impfen lassen. 11,50 Euro kostet die vorbeugende Impfung. "Sie ist vor allem für Menschen empfehlenswert, die 60 Jahre oder älter sind, sowie für jene, die Herz- oder Kreislaufprobleme und Atemwegserkrankungen haben", sagt Wolfgang Tragatschnig, Fachgruppenobmann des Impfreferates der Ärztekammer Kärnten und Allgemeinmediziner. Die Grippe-Welle werde voraussichtlich wieder im Jänner ihren Höhepunkt erreichen. Impfen lassen sollten sich laut dem Experten auch jene, die in ihrem Beruf täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen, wie Lehrer oder Krankenhauspersonal.
Kinder-Impfstoff. Muss man auch Kinder impfen lassen? "Nicht routinemäßig, das wäre sicher überzogen. Kinder bekommen auch so schon genug Impfungen", sagt Tragatschnig. Wenn Kinder aber Probleme mit den Atemwegen haben, oder generell bekannt ist, dass sie sehr leicht eine Grippe einfangen, sollten auch sie gegen Influenza geimpft werden, so der Arzt. Der Impfstoff sei in diesem Fall nicht gleich stark, wie jener für Erwachsene. Für Kinder gäbe es einen eigenen.











