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    Zuletzt aktualisiert: 18.09.2008 um 18:21 UhrKommentare

    Umfrage: Deutsche schauen immer mehr Pornos

    Durch das häufige Anschauen von Pornofilmen verändert sich das Sexleben der Deutschen und führe zu mehr Schönheitsoperationen im Genitalbereich. Die Deutschen haben im Schnitt 139 Mal Sex im Jahr.

    Das häufige Anschauen von Pornofilmen verändert einer Internet-Umfrage zufolge das Sexleben der Deutschen. Mit steigendem Pornokonsum habe sich zum Beispiel die Vorstellung von Genitalien verändert, sagte der Sexualwissenschafter Jakob Pastötter am Mittwochabend bei der Vorstellung der Umfrage in Berlin. Pornografie stärke den Wunsch nach einem perfekten Körper und führe zu mehr Schönheits-Operationen im Genitalbereich, ergänzte er. Zu den Folgen gehöre auch, dass sich mehr Menschen als früher im Bett unter Druck gesetzt fühlten.

    139 Mal Sex im Jahr. Für die Studie im Auftrag des Senders ProSieben wurden fast 56.000 Internet-Fragebögen ausgewertet. Nach dieser Statistik haben die Deutschen zum Beispiel 139 Mal Sex im Jahr. Es finden sich auch Bestätigungen für Klischees, wonach sich fast zwei Drittel der Männer mehr Sex und mehr Abwechselung im Bett wünschen - aber auch 50 Prozent der Frauen.

    Keine repräsentative Studie. Repräsentativ wirkt die Studie dennoch nicht. Denn antworten konnten alle Interessierten, die den Fragebogen per Zufall auf den Internetseiten von Privatsendern entdeckten. Das Alter der Interviewten, die rund 200 Fragen zu ihrem Sexleben beantworteten, schwankt zwischen 14 und 80 Jahren. "Den deutschen Sex als Durchschnittswert gibt es nicht", sagt Sexualwissenschafter Pastötter, der als Präsident der deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung die Umfrage mit betreut hat.

    "Pornografie kein Randphänomen". Überrascht hat ihn allein, dass sich nach der Umfrage ein Drittel der befragten Männer täglich Pornos ansieht, besonders häufig im Internet. Bei den Frauen sind es rund acht Prozent. Von den befragten Jugendlichen hat im Alter von 14 Jahren bereits die Hälfte einen Porno gesehen. "Pornografie hat damit aufgehört, ein Randphänomen zu sein", sagte Pastötter. "Wir sind ein Volk von Pornophilen." Viele junge Mädchen glaubten heute, dass sich ihr Freund eine Art Porno-Star im Bett wünsche.


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