Mehr Tote durch Gewaltverbrechen als durch Kriege
Jährlich fallen laut einer aktuellen Studie fast eine halbe Million Menschen Gewaltverbrechen zum Opfer.

Foto © Helmuth WeichselbraunJährlich 490.000 Tote
Nicht nur der menschliche, sondern auch der enorme wirtschaftliche Verlust durch Gewaltverbrechen wird in dem Bericht des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) und der
in Genf ansässigen Forschungsgruppe Small Arms Survey beziffert.
Jährlich seien
mindestens 490.000 Tote zu beklagen, heißt es darin. In den 90 untersuchten Ländern würden außerdem
wirtschaftliche Ausfälle zwischen 95 und 163 Milliarden Dollar (rund
68 bis 116 Milliarden Euro) zu beklagen sein.
USA. Am schwersten betroffen von den finanziellen Folgen sind dem
Bericht zufolge die USA mit schätzungsweise rund 45 Milliarden
Dollar. Den Berechnungen liegen demnach unter anderem Kosten für
medizinische Versorgung und Gerichtsverfahren sowie Verdienstausfälle
zugrunde. Jedes der Todesopfer hätte weiterhin ein produktives
Mitglied der Gesellschaft sein können, sagte Achim Wennmann von Small
Arms Survey der Nachrichtenagentur AP. Ihr gewaltsamer Tod sei damit
als wirtschaftlicher Verlust messbar.
Daten.Die Daten für die meisten der untersuchten Länder stammen aus dem
Jahr 2004, für Nordamerika liegen aktuelle Zahlen aus 2007 vor. Die
Zahl der Todesopfer wurde nicht auf einzelne Staaten aufgeschlüsselt.
Zu den Ländern mit den meisten Gewaltverbrechen gehören demnach aber
Kolumbien, El Salvador, Guatemala, Jamaika und Südafrika.
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Zu den Ländern mit den meisten Gewaltverbrechen gehören laut dem Bericht des UN-Entwicklungsprogramms Kolumbien, El Salvador, Guatemala, Jamaika und Südafrika.










