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    Zuletzt aktualisiert: 12.09.2008 um 05:10 UhrKommentare

    Post bleibt auf der Strecke

    Die Polenitz bei Feldkirchen wird nicht mehr mit Post beliefert. Der Grund: Die Wegstrecke von 1400 Metern zu drei Haushalten sei, so die Post, unwirtschaftlich.

    Auf der Polenitz nahe Feldkirchen bringt die Post nicht allen was

    Foto © APAuf der Polenitz nahe Feldkirchen bringt die Post nicht allen was

    Die meisten Feldkirchner sind es gewohnt, die Post jeden Tag ins Haus geliefert zu bekommen. Aber eben nur die meisten. Der Gastwirt Rudolf Wadl von der Polenitz bei Feldkirchen kämpft seit Jahren um die Zustellung.

    "Ärgerlich". "Bis vor fünf Jahren klappte die tägliche Lieferung problemlos", sagt Wadl. Besonders im Sommer, wenn Urlaubsgäste sich die Zeitung nachschicken lassen, sei es, so Wadl, ärgerlich, die Post extra holen zu müssen. Für die beiden Sommermonate war mit der Post ein Abkommen getroffen worden: Die Lieferung sollte demnach im Juli und August täglich erfolgen, die übrige Zeit an jedem zweiten Tag. "Aber das hat bereits nach einem Monat schon nicht mehr funktioniert", so Wadl, der sein "Schicksal" mit zwei weiteren Nachbarn teilt. Vom letzten belieferten Haus weg seien es, so Wadl, lediglich 1400 Meter. Wadl: "Vor 20 Jahren herrschten bessere Zustände als heutzutage. Da musste die Post zwar noch zu Fuß zugestellt werden, trotzdem wurde sie jeden zweiten Tag ins Haus geliefert."

    Sonderregelung. Für Martin Riedl, Pressesprecher der Post, liegt Wadls Gasthaus im "klassischen Bereich für einen Landabgabebriefkasten". Das heißt, dass beim letzten belieferten Haushalt ein Briefkasten steht, in dem die Post hinterlegt wird. "Zusendungen, die unterschrieben werden müssen, werden ohnehin zugestellt", so Riedl, der auch auf die Wirtschaftlichkeit verweist. An der Situation werde sich, so Riedl, auch in Zukunft nichts ändern. Die Zustellung, die bis vor wenigen Jahren funktioniert hat, wäre, so Riedl, lediglich ein persönliches Entgegenkommen des ehemaligen Briefträgers gewesen, der aber mittlerweile in Pension ist. "Auch die Sonderregelung in den Sommermonaten ist ein Engagement von Seiten der Post", so Riedl.

    Wirtschaftlichkeit. Das Argument der Wirtschaftlichkeit lässt Wadl nicht gelten: "Anstatt dass ein Auto herauffährt und die Post bringt, müssen drei Autos runterfahren, um diese zu holen."

    HANNES STEINMETZ

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