Seltener Treffer: Zwei Hirsche mit einer Patrone erlegt
Doppeltes Waidmannsheil für Gnesauer Jäger: Als er Hirsch schoss, traf er, ohne dass er es bemerkte, einen verdeckt stehenden zweiten Hirsch.

Foto © KK/PRIVATEin Schuss, zwei Treffer: der Gnesauer Jäger Bruno Marktl
Es klingt wie Jägerlatein, was dem Gnesauer Jäger Bruno Marktl am Montag widerfahren ist: Mit einem Schuss erlegte Marktl zwei Hirsche - ohne, dass er dies bemerkte. Der zweite Hirsch war - vom ersten verdeckt - in der Schusslinie gestanden. So kam es zu dem seltenen Fall, dass mit ein und derselben Patrone zwei Hirsche erlegt wurden.
Pachtrevier in den Nockbergen. In seinem Pachtrevier in den Nockbergen im Bereich Ebene Reichenau und Patergassen hatte sich Marktl am Montag auf einen Sitz nahe einer Suhle gesetzt. "Es ist dort sehr ruhig und ein sicherer Platz für Rotwild", erklärt der Gnesauer Kaufmann und Holzmuseums-Betreiber. Prompt trat gegen 18.30 Uhr ein Hirsch aus dem Wald, den Marktl mit einem gezielten Schuss erlegte. Als Unterstützung beim Bergen des Hirsches eilte Marktls Jagdkollege und Aufsichtsjäger Wolfgang Steiner herbei. "Als ich ihm mein Jagderlebnis schilderte", so Marktl, "fiel mein Blick in den Wald hinter der Suhle und ich sah dort etwas liegen, was ich nicht einordnen konnte." Marktl griff zum Fernglas - und war fassunglos: Ein Hirsch lag 30 Meter hinter der Suhle, wo er zuvor seinen Hirsch geschossen hatte.
In der Schusslinie gestanden. Bei dem zweiten Hirsch fanden die beiden Jäger einen Einschuss am Träger (Hals). "Der Hirsch ist offenbar genau so in der Schusslinie gestanden, dass die eine Patrone auch ihn tödlich getroffen hat", sagt Marktl. "Sprachlos" über das doppelte Waidmannsheil sei nicht nur sein Jagdkollege gewesen, sondern auch dessen Mutter Gerti Steiner, mit 83 Jahren immer noch passionierte Jägerin. "Sie ist im Revier zu uns gestoßen und sie musste mir gleich zweimal Waidmannsheil wünschen", schmunzelt Marktl.











