Der Poker um den Mondsee
Nicolette Waechter sucht für kolportierte 16 Millionen Euro einen neuen Eigentümer für ihren Mondsee. Bieter gibt es viele, sagt sie, bloß der Wunschkäufer, das Land Oberösterreich, ziert sich.

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Erste Meldungen gab es bereits im März: Der Mondsee an der Grenze von Oberösterreich und Salzburg, einer der letzten großen Seen Österreichs in privatem Besitz, soll einen neuen Eigentümer bekommen. Doch die Suche nach einem Käufer gestaltet sich für die Besitzerin Nicolette Waechter offenbar schwieriger als erwartet.
Genügend Angebote.
Das liegt nicht am Mangel an Angeboten, wie Waechter betont. Das angebliche Interesse von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz sei aber nicht mehr als ein Gerücht: "Da gab es nie einen Kontakt." Von bis zu 25 Bietern ist derzeit die Rede, darunter soll auch ein arabischer Ölscheich sein, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten".
Wunschkäufer.
Waechter angelt nach einem anderen Wunschkäufer; geht es nach ihr, soll das Land Oberösterreich einspringen. Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) hat bis jetzt aber nicht angebissen, sondern forciert die Bundesforste als neuen Eigentümer. Sie hätten die entsprechende Erfahrung in der Bewirtschaftung solcher Gewässer, elf der 24 größten Seen gehören den Bundesforsten, auch der Attersee und der Traunsee in unmittelbarer Nähe des Mondsees.
Liebhaberpreis.
Doch erste Verhandlungen mit Waechter sind gescheitert. Die 60-Jährige will öffentlich keinen Kaufpreis nennen, kolportiert wird eine Summe von 16 Millionen Euro für den 14 Quadratkilometer großen See. Pühringer ist nicht bereit, einen "Liebhaberpreis" zu bezahlen, und will Bundesforste und Waechter nach den Nationalratswahlen erneut an den Verhandlungstisch bringen.
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Fakten
Die österreichischen Bundesforste sind der größte Seen-Eigentümer in Österreich. Mehr als 100 Seen gehören zu dem Unternehmen, das sind rund 70 Prozent der gesamten Seenfläche.











