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Zuletzt aktualisiert: 26.08.2008 um 11:09 UhrKommentare

Notlandung von Ryanair-Maschine in Frankreich

Eine Ryanair-Passagiermaschine musste auf dem Weg von Bristol nach Barcelona in Frankreich notlanden. 16 Passagiere wurden wegen Ohrenschmerzen ins Krankenhaus gebracht.

Foto © APA

Nach dem Spanair-Unglück, bei dem 154 Menschen ums Leben gekommen sind, und dem Flugzeugabsturz in Kirgistan mit 65 Opfern sorgt nun ein weiterer Zwischenfall für Beunruhigung: Bei der Notlandung einer Maschine der irischen Billigfluglinie Ryanair in Frankreich sind 16 Passagiere leicht verletzt worden. Das Flugzeug mit 168 Menschen an Bord musste am späten Montagabend wegen eines plötzlichen Druckabfalls außerplanmäßig in Limoges landen, wie Ryanair mitteilte. Die 16 Fluggäste seien mit Ohrenschmerzen ins Krankenhaus gebracht worden.

Ryanair

Die irische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dublin gibt es seit 1985.
Mit einem Aufkommen von 50 Millionen Passagieren ist sie die größte Fluglinie im internationalen Flugverkehr.

Notlandung nach Druckabfall. Die Maschine war von Bristol in Großbritannien nach Gerona unterwegs und hauptsächlich mit britischen Urlaubern besetzt. Aus Sicherheitsgründen war das Flugzeug dann im französischen Limoges gelandet, teilte eine Sprecherin von Ryanair mit. Wegen des Druckabfalls seien die Sauerstoffmasken herausgefallen. Erschrockene Fluggäste erzählten, dass das Flugzeug plötzlich enorm absackte und Sauerstoffmasken herunterfielen.

Todesangst in 12.000 Meter Höhe. Viele Fluggäste hätten einen Schock erlitten, erzählte Pen Hadow, einer der Passagiere an Bord und bekannter Arktisforscher. "Manche Leute dachten, sie sterben - so erschreckend war das. Eine Frau vor uns wimmerte." Die Temperatur sei auf einmal stark gesunken. "Du denkst, mein Gott, ist das ein Loch im Flugzeug?" Es sei "unglaublich kalt" gewesen. Die Maschine sei innerhalb weniger Minuten von rund 12.000 Meter auf 2.000 Meter abgesunken. Einige Sauerstoffmasken seien auch nicht aufgegangen. Die Crew hätte zudem keinerlei Durchsagen gemacht.

Sicherheitsvorschrifften korrekt ausgeführt. Ryanair-Chef Michael O'Leary betonte jedoch, alle Masken hätten funktioniert, die Besatzung habe zudem die Sicherheitsvorschriften korrekt ausgeführt. Es sei nicht möglich gewesen, gleich zu Beginn Durchsagen zu machen, weil die Crew ebenfalls Masken tragen müsse. Ryanair schickte eine Ersatzmaschine nach Limoges, um die Passagiere weiter nach Gerona zu bringen. Ein Ingenieur solle die Ursache des Zwischenfalls klären. Ryanair verfügt nach eigenen Angaben über 120 Flugzeuge vom Typ Boeing 737-800 mit Platz für jeweils 189 Passagiere.


Fakten

Bei Ryanair gab es bisher zwei größere Zwischenfälle:
2002 fing ein Triebwerk nach der Landung in London Stansted Feuer.
Im März 2008 überrollte eine Boeing bei der Landung in Limoges das Ende der Landebahn.

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