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Zuletzt aktualisiert: 23.08.2008 um 21:52 UhrKommentare

Kärntner rückte Fu Long auf den Pelz

Der Panda-Star von Schönbrunn wurde eben erst ein Jahr jung und schon gibt es ein Buch über ihn: Fotograf Daniel Zupanc war für Fu Long rund um die Uhr am Drücker.

Der Babypanda mit seiner Mama

Foto © ZupancDer Babypanda mit seiner Mama

Das berühmteste "Geburtstagskind" Österreichs ist eigentlich ein Chinese: Es heißt Fu Long und wurde gestern ein Jahr alt. Der kleine Pandabär ist der große Star im Tiergarten Schönbrunn. Seine Babyfotos gingen durch die Weltpresse - fast so wie die Bilder von "Brangelinas" Nachwuchs. Am häufigsten fotografiert wurde der tierische Bär von einem Kärntner: Daniel Zupanc (35).

Kinderbuch. Der international renommierte Kärntner Natur- und Tierfotograf veröffentlichte ein Kinderbuch über den flauschigen Zoo-Liebling. Nur wenige Menschen kennen Fu Long und seine Flausen so gut wie Zupanc. Unzählige Stunden, Tage, Wochen verbrachte er damit, Fu Long zu beobachten und ins rechte Bild zu rücken. Klingt spannend, war aber auch etwas ermüdend. Denn das schwarz-weiße Wollknäuel ist ein ziemlicher Faulpelz. "Das mühsamste war das Warten, bis er munter wird" sagt Zupanc. "Kaum wer kann sich vorstellen, wie viel und gerne Fu Long schläft." Umso wachsamer musste der Fotograf sein: Kaum raffte sich das Tierbaby zum Klettern, Putzen oder Bambus-Knabbern auf, war Zupanc am Drücker. "Wenn der Kleine wach war, zählte jede Sekunde", lacht Zupanc. Für seine Fotos und Bildbänder war der gebürtige Unterkärntner schon in der ganzen Welt unterwegs und gewann angesehene Preise. 1998 wurde er sogar "Photographer of the Year" bei BBC Wildlife, ein international begerhter Titel. Zwei Mal wurde er schon als Naturfotograf des Jahres ausgezeichnet. Mittlerweile erscheinen Aufnahmen made by Zupanc in Magazinen wie Geo, Universum, National Geographic und, und, und.

Grenzgänger. Für manchen Naturfotos geht Zupanc geistig und körperlich an die Grenze. "Manchmal klettere ich in der Nacht mit meiner 20 Kilo schweren Fotoausrüstung stundenlang auf einen Berggipfel, um eine bestimmte Perspektive abzulichten." Dafür braucht es auch Geduld. "Oft kommst Du am Gipfel an - und plötzlich passt das Wetter oder das Licht nicht. Dann musst Du aufgeben, warten und irgendwann wieder hinauf klettern und von vorne anfangen." Die Natur ist eben unberechenbar - so wie Fu Long. Mit dem kleinen Panda hatte Zupanc einige, bärige Erlebnisse: "Oft flippte der Bär von einer Sekunde auf die andere aus. Da kletterte er blitzschnell auf einen Ast und ließ sich drei Meter herunter auf den harten Boden plumpsen." Ein schlimmer Anblick. "Als ich das zum ersten Mal sah, wollte ich Tierpfleger um Hilfe rufen." Heute weiß Zupanc: "Fu Long macht das ständig."

Nichts planen. So hat eben jeder seine Eigenheiten. Auch Zupanc, dessen Lebensmotto lautet: "Nur nichts planen, alles auf sich zu kommen lassen." Er sagt: "Damit fahre ich am besten." Eigentlich studierte er Bio-Chemie in Wien, mit Mitte 20 machte er dann sein Hobby zum Beruf und gondelte als Fotograf durch die Weltgeschichte. Seinen fixen Wohnsitz hat er nach wie vor in Kärnten. Hier lebt auch sein größter Fan: Sohn "Kiko" (6). Nach ihm hat Zupanc auch seinen Eigenverlag benannt - den "KIKO Verlag."

MANUELA KALSER

Fu Long

"Fu Long - Ein kleiner Pandabär entdeckt die Welt" von Daniel Zupanc (Fotos), Regina Pfistermüller (Text) und Michaela Fink (Illustration) ist im Tiergarten und im Buchhandel erhältlich.

Daniel Zupanc

Daniel Zupanc wuchs in St. Primus auf. 2007 wurde er Naturfotograf des Jahres. Seine Arbeiten werden in weltweit renommierten Magazinen und Büchern veröffentlicht. Er brachte Bücher über Australien und den Nationalpark Hohe Tauern heraus.

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