Fledertieren auf den Fersen
Forscher haben in der vergangenen Woche im Eggerloch bei Villach ihre Zelte aufgeschlagen. Sie beobachteten das Verhalten von Fledermäusen.

Foto © kk/ARGE Naturschutz/E. MenzGroßes Mausohr
Sie haben so spannende Namen wie Hufeisennase, Mausohr, Abendsegler oder Langohr, gehören alle zur Gattung der Fledermäuse und sind in ihrem Bestand gefährdet. Aber nicht nur das! Vieles im Verhalten der Fledertiere stellt die Forscher bis heute vor ein Rätsel.
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Ideal. Ein idealer Ort, um diese faszinierenden Säugetiere zu beobachten, ist das Eggerloch in der Nähe von Villach. Und genau dort hat Klaus Krainer, Geschäftsführer der Arge Naturschutz, mit seinem Team in der vergangenen Woche seine Zelte aufgeschlagen. "Im Eggerloch wurde schon in den vergangenen Jahren geforscht, allerdings immer nur beim Eingang. Heuer haben wir zum ersten Mal auch den Ausgang sowie weitere Höhlen, in die vom Eggerloch aus Zugänge führen, im Auge behalten", sagt Krainer. Inzwischen wurden allein im Eggerloch 16 der rund 26 heimischen Fledermausarten nachgewiesen, 2004 waren es erst neun gewesen.
Markieren und beringen. Der Grund: Viele Tiere können nur eindeutig identifiziert werden, wenn man sie in der Hand hält. Daher wurden Netze aufgehängt, um Fledermäuse zu fangen. Nach exakter Bestimmung wurden die Tiere wieder frei gelassen. Einige hat man markiert, um zu sehen, ob sie beim Eingang des Eggerloches ein- und vielleicht beim Ausgang ausfliegen bzw. ob sie sich in den anderen Höhlen ebenfalls aufhalten. Einige Fledermäuse wurden beringt. So will man beispielsweise versuchen zu ergründen, ob die Tiere anderswo als im Eggerloch ihr Winterquartier aufschlagen, wo Fraß- und wo Rastplätze liegen. "Wir wollen ihren Aktionsradius bestimmen", so Krainer.
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Mangel an Quartieren. Sicher weiß man, dass Fledermäuse sehr sensibel auf Umweltbedingungen reagieren. Das Zurückgehen von Aufenthaltsräumen ist ein Grund, warum die Tiere auf der Roten Liste stehen. In den vergangenen Jahren wurden Einfluglöcher in Burgen, Schlösser oder Kirchen "dicht" gemacht, um ein Überhandnehmen von Tauben zu verhindern. Dadurch stehen aber auch Fledermäuse vor verschlossenen Türen. Das hat dazu geführt, dass beispielsweise die Große Hufeisennase, die ihr Sommerquartier in Kirchen aufschlägt, vom Aussterben bedroht ist. "In den letzten Jahren wurden in Kärnten nur mehr drei bis fünf Tiere nachgewiesen", sagt Krainer. Andere Arten leben in Baumhöhlen - und auch deren Anzahl geht zurück.
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WimperfledermausFoto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer
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ZwergfledermausFoto © kk/ARGE Naturschutz/Streitmaier
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AbendseglerFoto © kk/ARGE Naturschutz
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Fangaktion EggerlochFoto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer
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Kleine HufeisennaseFoto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer
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WasserfledermausFoto © kk/ARGE Naturschutz/E. Menz











