Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Mai 2013 08:51 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Auto raste in den USA in Wanderer-Parade Erdbeben der Stärke 5,9 im Nordosten Japans Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Auto raste in den USA in Wanderer-Parade Erdbeben der Stärke 5,9 im Nordosten Japans
Zuletzt aktualisiert: 17.08.2008 um 19:43 UhrKommentare

Fledertieren auf den Fersen

Forscher haben in der vergangenen Woche im Eggerloch bei Villach ihre Zelte aufgeschlagen. Sie beobachteten das Verhalten von Fledermäusen.

Großes Mausohr

Foto © kk/ARGE Naturschutz/E. MenzGroßes Mausohr

Sie haben so spannende Namen wie Hufeisennase, Mausohr, Abendsegler oder Langohr, gehören alle zur Gattung der Fledermäuse und sind in ihrem Bestand gefährdet. Aber nicht nur das! Vieles im Verhalten der Fledertiere stellt die Forscher bis heute vor ein Rätsel.

Ideal. Ein idealer Ort, um diese faszinierenden Säugetiere zu beobachten, ist das Eggerloch in der Nähe von Villach. Und genau dort hat Klaus Krainer, Geschäftsführer der Arge Naturschutz, mit seinem Team in der vergangenen Woche seine Zelte aufgeschlagen. "Im Eggerloch wurde schon in den vergangenen Jahren geforscht, allerdings immer nur beim Eingang. Heuer haben wir zum ersten Mal auch den Ausgang sowie weitere Höhlen, in die vom Eggerloch aus Zugänge führen, im Auge behalten", sagt Krainer. Inzwischen wurden allein im Eggerloch 16 der rund 26 heimischen Fledermausarten nachgewiesen, 2004 waren es erst neun gewesen.

Markieren und beringen. Der Grund: Viele Tiere können nur eindeutig identifiziert werden, wenn man sie in der Hand hält. Daher wurden Netze aufgehängt, um Fledermäuse zu fangen. Nach exakter Bestimmung wurden die Tiere wieder frei gelassen. Einige hat man markiert, um zu sehen, ob sie beim Eingang des Eggerloches ein- und vielleicht beim Ausgang ausfliegen bzw. ob sie sich in den anderen Höhlen ebenfalls aufhalten. Einige Fledermäuse wurden beringt. So will man beispielsweise versuchen zu ergründen, ob die Tiere anderswo als im Eggerloch ihr Winterquartier aufschlagen, wo Fraß- und wo Rastplätze liegen. "Wir wollen ihren Aktionsradius bestimmen", so Krainer.

Mangel an Quartieren. Sicher weiß man, dass Fledermäuse sehr sensibel auf Umweltbedingungen reagieren. Das Zurückgehen von Aufenthaltsräumen ist ein Grund, warum die Tiere auf der Roten Liste stehen. In den vergangenen Jahren wurden Einfluglöcher in Burgen, Schlösser oder Kirchen "dicht" gemacht, um ein Überhandnehmen von Tauben zu verhindern. Dadurch stehen aber auch Fledermäuse vor verschlossenen Türen. Das hat dazu geführt, dass beispielsweise die Große Hufeisennase, die ihr Sommerquartier in Kirchen aufschlägt, vom Aussterben bedroht ist. "In den letzten Jahren wurden in Kärnten nur mehr drei bis fünf Tiere nachgewiesen", sagt Krainer. Andere Arten leben in Baumhöhlen - und auch deren Anzahl geht zurück.

ULRIKE GREINER

Foto

Foto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer

WimperfledermausFoto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer

Foto

Foto © kk/ARGE Naturschutz/Streitmaier

ZwergfledermausFoto © kk/ARGE Naturschutz/Streitmaier

Foto

Foto © kk/ARGE Naturschutz

AbendseglerFoto © kk/ARGE Naturschutz

Foto

Foto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer

Fangaktion EggerlochFoto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer

Foto

Foto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer

Kleine HufeisennaseFoto © kk/ARGE Naturschutz/Krainer

Foto

Foto © kk/ARGE Naturschutz/E. Menz

WasserfledermausFoto © kk/ARGE Naturschutz/E. Menz

Steiermark > Graz

Regenschauer
Graz
min: 9° | max: 24°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Der alte Mann und der Afritzer See

Christian Kind ist 66 Jahre alt und angelt sein Leben lang. Jeden Tag im...Noch nicht bewertet

 




Fotoserien

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch 

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch

 

Events & Tickets

Nadja Maleh Tipp

Nadja Maleh

01.08.13 Hart-Purgstall
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang