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Zuletzt aktualisiert: 16.08.2008 um 09:52 UhrKommentare

Fünf Tote bei Unwettern in Europa

Frau in der Obersteiermark wurde von einem Baum erschlagen. Zehnjähriger Bub in Turin von Blitz tödlich getroffen.

Unwetter in Kärnten

Foto © APAUnwetter in Kärnten

Bei schweren Unwettern sind am Freitag in Norditalien, Polen und Österreich mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei Turin wurde ein zehnjähriger Bub vom Blitz erschlagen. In Genua ertrank ein 37-jähriger Italiener, der von den hohen Wellen des Mittelmeeres erfasst wurde und sich nicht retten konnte. Eine deutsche Touristin wurde noch vermisst. In Schlesien kam ein Mann im Sturm ums Leben, ein weiterer starb in der Woiwodschaft Lodz in Zentralpolen an einem elektrischen Schlag, nachdem der Wind eine Stromleitung heruntergerissen hatte. In Österreich wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Die Frau war mit einer Wandergruppe auf der Schafferalm in St. Stefan ob Leoben unterwegs. Als die Wanderer in einen Hagelsturm gerieten, suchten sie Schutz unter einem Baum, der dann vom Sturm umgerissen wurde. Die 41-Jährige wurde vor den Augen ihres Mannes und ihrer Tochter tödlich verletzt. Auch in anderen Bezirken der Steiermark und in Kärnten kam es zu schweren Unwettern.

Heftige Regenfälle führten im Gailtal zu zahlreichen Überflutungen und Straßensperren. Auch am Katschberg im Bezirk Spittal wurden Erdrutsche registriert. In Hermagor war es bereits in den frühen Morgenstunden zu ersten Überflutungen gekommen. In Seckau und St. Marein (beide Bezirk Knittelfeld) sowie in den Bezirken Burck/Mur und Mürzzuschlag wurden zahlreiche Autos, Häuser und Ackerflächen von Hagelkörnern - zum Teil so groß wie Tennisbälle - beschädigt. Die Feuerwehren mussten ausrücken, um von umgefallenen Bäumen versperrte Straßen frei zu räumen.

Vermisst. Von einer 27-jährigen deutschen Italien-Urlauberin, die bei Ventimiglia westlich von Genua trotz starken Windes und hoher Wellen ins Wasser gegangen war, fehlte am Abend noch jede Spur. Andere Badende konnten in höchster Not vor dem Ertrinken gerettet werden.

Hagel. In einigen Gegenden Norditaliens prasselten bis zu vier Zentimeter große Hagelkörner vom Himmel. Bei Brescia erreichte der Wind Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern. Der Sturm knickte Bäume um und deckte Dächer ab. Die Feuerwehren rückten zu hunderten Noteinsätzen aus.

Häuser beschädigt. Auch in Schlesien und in Zentralpolen blockierten vielerorts umgestürzte Bäume Straßen und Eisenbahnlinien. In Schlesien wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP etwa 100 Häuser durch den Sturm beschädigt. Bei Czestochowa drängte ein starker Windstoß einen Reisebus in den Straßengraben, zwei Insassen erlitten Verletzungen.

Andauernde Unwetter. Bereits am Freitag in der Früh hatten schwere Unwetter im Süden Polens schwere Schäden angerichtet. Tennisballgroße Hagelkörner hätten zahlreiche Autos in Kattowitz und anderen Städten Schlesiens beschädigt, berichtete das Fernsehen.


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