Fünf Tote bei Unwettern in Europa
Frau in der Obersteiermark wurde von einem Baum erschlagen. Zehnjähriger Bub in Turin von Blitz tödlich getroffen.

Foto © APAUnwetter in Kärnten
Bei schweren Unwettern sind am
Freitag in Norditalien, Polen und Österreich mindestens fünf Menschen
ums Leben gekommen. Bei Turin wurde ein zehnjähriger Bub vom Blitz
erschlagen. In Genua ertrank ein 37-jähriger Italiener, der von den
hohen Wellen des Mittelmeeres erfasst wurde und sich nicht retten
konnte. Eine deutsche Touristin wurde noch vermisst. In Schlesien kam
ein Mann im Sturm ums Leben, ein weiterer starb in der Woiwodschaft
Lodz in Zentralpolen an einem elektrischen Schlag, nachdem der Wind
eine Stromleitung heruntergerissen hatte. In Österreich wurde eine
Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Zum Thema
Die Frau war mit einer Wandergruppe auf der Schafferalm in St.
Stefan ob Leoben unterwegs. Als die Wanderer in einen Hagelsturm
gerieten, suchten sie Schutz unter einem Baum, der dann vom Sturm
umgerissen wurde. Die 41-Jährige wurde vor den Augen ihres Mannes und
ihrer Tochter tödlich verletzt. Auch in anderen Bezirken der
Steiermark und in Kärnten kam es zu schweren Unwettern.
Zum Thema
Heftige Regenfälle führten im Gailtal zu zahlreichen
Überflutungen und Straßensperren. Auch am Katschberg im Bezirk
Spittal wurden Erdrutsche registriert. In Hermagor war es bereits in
den frühen Morgenstunden zu ersten Überflutungen gekommen. In Seckau
und St. Marein (beide Bezirk Knittelfeld) sowie in den Bezirken
Burck/Mur und Mürzzuschlag wurden zahlreiche Autos, Häuser und
Ackerflächen von Hagelkörnern - zum Teil so groß wie Tennisbälle -
beschädigt. Die Feuerwehren mussten ausrücken, um von umgefallenen
Bäumen versperrte Straßen frei zu räumen.
Vermisst. Von einer 27-jährigen deutschen Italien-Urlauberin, die bei
Ventimiglia westlich von Genua trotz starken Windes und hoher Wellen
ins Wasser gegangen war, fehlte am Abend noch jede Spur. Andere
Badende konnten in höchster Not vor dem Ertrinken gerettet werden.
Hagel. In einigen Gegenden Norditaliens prasselten bis zu vier Zentimeter
große Hagelkörner vom Himmel. Bei Brescia erreichte der Wind
Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern. Der Sturm
knickte Bäume um und deckte Dächer ab. Die Feuerwehren rückten zu
hunderten Noteinsätzen aus.
Häuser beschädigt. Auch in Schlesien und in Zentralpolen blockierten vielerorts
umgestürzte Bäume Straßen und Eisenbahnlinien. In Schlesien wurden
nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP etwa 100 Häuser durch den
Sturm beschädigt. Bei Czestochowa drängte ein starker Windstoß einen
Reisebus in den Straßengraben, zwei Insassen erlitten Verletzungen.
Andauernde Unwetter. Bereits am Freitag in der Früh hatten schwere Unwetter im Süden
Polens schwere Schäden angerichtet. Tennisballgroße Hagelkörner
hätten zahlreiche Autos in Kattowitz und anderen Städten Schlesiens
beschädigt, berichtete das Fernsehen.











