Männer wollen auch im Alter noch viel Sex
Ältere Frauen sind hingegen sexuell weniger aktiv, da viele in diesem Alter verwitwet sind oder einen älteren Mann haben.

Foto © www.flickr.com / bravenewtravellerSex im Alter trägt zum Wohlbefinden bei
Zumindest für Männer hört der Spaß am Sex
einer Studie zufolge auch im Alter nicht auf. Knapp sieben von zehn
Männern, aber nur vier von zehn Frauen zwischen 57 und 85 Jahren
geben an, dass sie oft an Sex denken und auch noch haben, wie eine
Studie von Wissenschaftern der Universität Chicago ergab.
Sex für persönliches Wohlbefinden wichtig. "Wir müssen die Tatsache stärker berücksichtigen, dass Sex im
fortgeschrittenen Alter eine Möglichkeit bleibt", sagte der Soziologe
Edward Laumann, der die Untersuchung leitete. Sexuelle Aktivität sei
"ein sehr wichtiger Faktor" für das persönliche Wohlbefinden, für
gefühlsmäßige Zufriedenheit und für die Lebensqualität. Für das
Sexleben älterer Frauen kann es demnach übrigens förderlich sein,
täglich ein wenig Alkohol zu trinken.
70 % der Frauen ohne Partner. Dass ältere Frauen sexuell weniger aktiv sind, lässt sich laut
Laumann vor allem dadurch erklären, dass viele in diesem Alter
verwitwet seien oder einen älteren Mann hätten, der kein großes
Interesse mehr daran habe. Während 70 Prozent der 70-jährigen Frauen
keinen Partner mehr hätten, seien nur 35 Prozent der gleichaltrigen
Männer allein. Die sexuellen Schwierigkeiten der Frauen hätten im
Grunde aber wenig mit ihrem Altern zu tun. Sie hingen eher mit
gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht, mit Stress und mit dem
Stand ihrer Beziehung zusammen, sagte der Wissenschafter, der mit
seinen Mitarbeitern 3.000 ältere Menschen zu ihrem Sexleben befragte.
Frauen brauchen gute Beziehung. Während es bei Männern als Anregung schon reiche, viel an Sex zu
denken, sei für Frauen vor allem eine gute Beziehung zu ihrem Partner
wichtig, um sexuelle Probleme zu vermeiden. "An der Häufigkeit, mit
der man an Sex denkt, lässt sich der Drang zur Lust hervorragend
messen", erklärte der Forscher. Nachzulesen ist die Untersuchung in
der August-Ausgabe der US-Fachzeitschrift "Journal of Sexual
Medicine".










