Immer mehr Österreicher prüfen Nährwert-Infos bei Lebensmitteln
Nur 42 Prozent verstehen die Angaben "meistens", sechs Prozent verstehen sie gar nicht.

Foto © APANährwert-Infos werden immer interessanter
Immer mehr Konsumenten wollen wissen, was in
Lebensmitteln steckt, die sie kaufen: Jeder zweite Österreicher
achtet heute bei verpackten Lebensmitteln häufiger auf die
Nährwertangaben als noch vor zwei Jahren. Das geht aus einer
Online-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor.
Allerdings verstehen nur 42 Prozent der Österreicher die
Nährwertangaben "meistens", 52 Prozent nur teilweise sowie sechs
Prozent gar nicht.
Jeder zehnte Österreicher kontrolliert. 1Die Umfrage wurde im April 2008 unter 28.253 Personen in 51
Märkten in Europa, im Raum Asien-Pazifik, in Nordamerika und im Nahen
Osten durchgeführt. Generell werden die Nährwertangaben eher selten
kontrolliert: Nur jeder zehnte Österreicher tut dies bei jedem
Einkauf, weltweit ist es ein Viertel der Konsumenten. Elf Prozent der
Österreicher gaben an, nie die Informationen zu prüfen.
Größeres Vertrauen. "Die Österreicher vertrauen Produzenten und Handel anscheinend
sehr stark, während es in anderen Ländern wie in Nordamerika
scheinbar zur Routine gehört, die Nährwertangaben zu lesen", so der
Geschäftsführer von Nielsen Österreich, Martin Prantl. Wird ein neues
Produkt gekauft, beschäftigen sich immerhin 44 Prozent der heimischen
Bevölkerung mit den Angaben. Ein Viertel kontrolliert die Nährwerte,
wenn bestimmte Produkte gekauft werden und 16 Prozent, wenn sie auf
Diät sind.
Fett, Zucker und Kalorien. Am meisten interessieren die Österreicher Fett, Zucker und
Kalorien sowie Konservierungsstoffe: So kontrolliert z. B. die Hälfte
der Befragten bei jedem Einkauf die Fettangabe. 47 Prozent achten
immer auf die angegebene Menge an Zucker - damit liegt in Österreich
das "süße" Interesse über dem EU-Durchschnitt. Nur die Griechen mit
61 Prozent und die Portugiesen mit 55 Prozent kontrollieren stärker
den Zuckergehalt als die heimische Bevölkerung. International gesehen
hat die Aufmerksamkeit für Konservierungsstoffe die für Zucker
bereits überholt: Ersteres prüfen weltweit 42 Prozent, Letzteres 40
Prozent.
Interessant beim Abnehmen. Einer von fünf amerikanischen und australischen Konsumenten liest
sich die Nährwertangaben durch, wenn er abnehmen möchte. Mehr als 45
Prozent der Dänen, Griechen und Philippinos kontrollieren die
Angaben, wenn sie ein Produkt zum ersten Mal kaufen. Die Japaner (18
Prozent) und die Franzosen (16 Prozent) stehen weltweit an der Spitze
bei den Konsumenten, die Nährwertinformationen auf verpackten
Lebensmitteln nie lesen - beide Länder finden sich auch ganz oben in
der Reihung jener Länder, in denen die Angaben gar nicht verstanden
werden.










