Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 01. November 2014 12:15 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Alkolenker schlitzte Reifen von Streifenwagen auf "Mama, lach doch wieder" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Alkolenker schlitzte Reifen von Streifenwagen auf "Mama, lach doch wieder"
    Zuletzt aktualisiert: 13.08.2008 um 08:37 UhrKommentare

    US-Behörde will 6.000 Mustangs abschlachten lassen

    Einem amerikanischen Symbol geht es an den Kragen - die Wildpferde vermehren sich angeblich zu stark.

    Pioniergeist-Symbol auf der Abschussliste

    Foto © APAPioniergeist-Symbol auf der Abschussliste

    Prärie und endlose Grassteppen, Cowboys und Indianer - weltweit rufen diese Begriffe romantische Bilder vom Wilden Westen hervor. Ein lebendes Symbol dieser lang vergangenen Epoche sind die Mustangs: verwilderte Pferde, die bis heute frei und ungezügelt in zehn westlichen Bundesstaaten der USA leben. Rund 33.000 sind es derzeit. Doch etwa 6000 Tiere sollen noch dieses Jahr zur Schlachtung freigegeben werden.

    Tabubruch zuletzt 1971. Es ist das erste Mal seit 1971, dass die zuständige Behörde die Tötung der Wildpferde fordert - ein Tabubruch, der sogleich Tierschützer auf den Plan ruft. Sie werfen dem Staat vor, in den vergangenen Jahren untätig geblieben zu sein und so die aktuelle Lage selbst mit heraufbeschworen zu haben.

    "Katastrophe". "Absolut schockierend und völlig überflüssig" seien die Pläne des Büros für Landmanagement (BLM), sagt Holly Hazard vom US-Tierschutzbund. "Dies ist eine Katastrophe, die von Menschen herbeigeführt wurde". Der Tierschutzbund schlage schon seit Jahren vor, einen Teil der Wildpferde zu sterilisieren, ohne dass sich die Behörden darum gekümmert hätten. Die staatlichen Stellen hätten diese Maßnahme vollkommen verschlafen und viel zu spät reagiert.

    Weideland gefährdet? Seit 1971 ist das BLM für die Wildherden zuständig - seine Aufgabe ist es, für "gesunde Herden auf gesundem Weideland" zu sorgen. Doch das Weideland ist aus Sicht der Behörde inzwischen stark gefährdet. Da Mustangs keine natürlichen Feinde haben, wuchsen die Herden. In Regionen, in denen deshalb Vegetation und Wasser knapp zu werden drohen, kontrolliert das BLM die Herdengrößen, indem es jedes Jahr Tiere einfängt, in Sammelstellen unterbringt und zur "Adoption" freigibt.

    125 Dollar pro Pferd. Für 125 Dollar können sich US-Bürger ein gefangenes Tier kaufen. Der Interessent muss nachweisen, dass er über eine ordentliche Unterkunft für das Pferd verfügt. Neben den 33.000 Tieren in freier Wildbahn betreut das BLM in seinen Sammelstellen ungefähr noch einmal so viele Pferde, die nun zur Adoption stehen. Doch die Nachfrage sinkt. Die durch die Ölkrise steigenden Preise für Futter und Kraftstoff schrecken viele Käufer ab.

    Kosten steigen. Für die Behörde bedeutet das, dass ihre Kosten steigen: Inzwischen fließt ein großer Teil des Budgets in den Unterhalt der staatlichen Einrichtungen für die Wildpferde. Tierliebhaber wie die Fotografin Elissa Kline, die fast fünf Jahre lang Wildpferde in Idaho fotografierte, kritisieren schon dieses Programm an sich als "herzzerreißend". In den Sammelstellen würden die Pferde nach Geschlecht und Alter getrennt. Häufig würden den Stuten dadurch ihre Fohlen weggenommen.


    Geschichte

    Die heutigen Mustangs sind entfernte Nachkommen verwilderter Zuchtpferde, die ursprünglich von den spanischen Eroberern in Nordamerika eingeführt worden waren. Aus ent-
    laufenen Tieren bildeten sich große Herden wilder Pferde. Im 20. Jahrhundert gingen ihre Bestände rapide zurück. Der US-Kongress beschloss deshalb 1971 ein Gesetz, mit dem das Wildpferd als "Symbol des historischen Pioniergeistes des Westens", wie es damals hieß, geschützt werden sollte.

    Foto

    Foto © APA

    Bild vergrößernUngewisse ZukunftFoto © APA

    Mehr Chronik

    Mehr aus dem Web

      Steiermark > Graz

      Wolkig Nebel
      Graz
      min: 0° | max: 15°
      7-Tagesprognose

      Aktuelle Leser-Fotos

      KLEINE.tv

      Feuer bei Radio France

      Aus einem öffentlich-rechtlichen Gebäudekomplex, das derzeit asbestsanie...Noch nicht bewertet

       

      Fotoserien

      Privates Raumschiff Spaceship Two abgestürzt 

      Privates Raumschiff Spaceship Two abgestürzt

       


      Events & Tickets

      Dinosaurs Live! Tipp

      Dinosaurs Live!

      05.11.14 Graz
      Tickets bestellen


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!