Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 02. Oktober 2014 16:29 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Ebola: US-Behörden durchkämmen Dallas nach Kranken "Wir werden sie immer bei uns haben" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Ebola: US-Behörden durchkämmen Dallas nach Kranken "Wir werden sie immer bei uns haben"
    Zuletzt aktualisiert: 09.08.2008 um 17:11 UhrKommentare

    Zeuge des Gletscherschwunds

    Kärntner bestieg den höchsten Berg des Kaukasus, um auf Klimawandel aufmerksam zu machen.

    Der Elbrus im Kaukasus ist mit 5642 Metern Seehöhe der höchste Berg Europas

    Foto © ReutersDer Elbrus im Kaukasus ist mit 5642 Metern Seehöhe der höchste Berg Europas

    Klimawandel ist mehr als ein abstrakter Begriff in einer akademischen Diskussion. Die globale Erwärmung ist sichtbar und sie ist mittlerweile für alle Erdenbewohner fühlbar - und dies sogar sehr.

    Klimawandel. Der 46-jährige Wilfried Seywald, aus Berg im Drautal stammende Kärntner und Leiter der Public Relations-Agentur "pressetext" in Wien, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Im Vorjahr berichtete der Drautaler vom massiven Gletscherrückgang auf dem Kilimandscharo, dem mit 5896 Metern höchsten Berg Afrikas und zugleich einer der höchsten freistehenden Berge der Welt.

    Höchster Berg Europas. Heuer führte eine Expedition Wilfried Seywald auf den Elbrus, den mit 5642 Meter höchsten Berg des Kaukasus. Auf dem Gipfel entrollten die Bergsteiger ein Transparent gegen die globale Erwärmung.

    "Nicht immun". "Auf den ersten Blick scheint der Kaukasus vom Gletscherwandel verschont zu bleiben", berichtet Seywald. Denn sieben der schneereichsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen 1962 wurden in den letzten zehn Jahren hier gemessen. "Doch auch die Gletscher auf dem Elbrus sind nicht immun gegen den fortschreitenden Klimawandel", erklärt Seywald. Das belegen historische Aufzeichnungen. "Die Wasserspiegel der Seen der Region sind seit den 50-er Jahren deutlich gestiegen, die Gletscher dagegen sind geschrumpft", sagt der engagierte Umweltschützer. "In den 70-er Jahren gab es hier noch 2000 Quadratkilometer Gletscher, heute sind es maximal noch 1500 Quadratkilometer."

    Zunächst harmlos. Trotzdem sei die Region um den Elbrus im Aufbruch. 350.000 Touristen kommen jährlich auf den Berg. Allerdings birgt der zunächst harmlose Elbrus zahlreiche Gefahren, vor allem durch unberechenbare Lawinen, große Temperatur-Unterschiede und andere Wetterkapriolen. Seit 2002 haben hier über 50 Bergsteiger ihr Leben gelassen.

    Gleichgewicht gestört. Das Schneeparadies lockt aber auch immer mehr Schifahrer an, auch wenn die Infrastruktur veraltet ist. Allerdings eröffnete erst vor einem Jahr eine moderne Umlaufkabinenbahn - gleich neben einer verrosteten Uralt-Gondelbahn. "Gerade die unkontrollierten Baumaßnahmen stören das natürliche Gleichgewicht in der Region", fürchtet Seywald. Als er jetzt den Elbrus bezwang, war am Nachmittag ans Schifahren nicht zu denken: "Bei Temperaturen über zehn Grad war der Schnee extrem matschig."

    WOLFGANG ZEBEDIN

    Mehr Chronik

    Mehr aus dem Web

      Steiermark > Graz

      Wolkig
      Graz
      min: 12° | max: 20°
      7-Tagesprognose

      Aktuelle Leser-Fotos

      KLEINE.tv

      Zehntausende Walrosse vor Alaskas Küste

      Um diese Jahreszeit müssten sich die Kolosse eigentlich auf dem arktisch...Noch nicht bewertet

       

      Fotoserien

      Großer Bahnhof in Wien 

      Großer Bahnhof in Wien

       


      Events & Tickets

      Konzert Bigband Weiz Tipp

      Konzert Bigband Weiz

      21.10.14 Weiz


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!