Sex mit Lehrmädchen: Mann freigesprochen
Angeklagter hat Hierarchie nicht ausgenutzt.
Darf sich ein Vorgesetzter mit einem Lehrmädchen einlassen? Dieser Frage wurde gestern am Landesgericht Klagenfurt nachgegangen. Angeklagt wegen "Missbrauchs des Autoritätsverhältnisses" war ein mehr als 30 Jahre alter Angestellter eines Hotels im Bezirk Völkermarkt, wo er nach wie vor beschäftigt ist. Er hatte eine Affäre mit einem 16-jährigen Lehrmädchen, das ebenfalls in dem Hotel arbeitet. Das hat der Mann in der ersten Prozessrunde zugegeben. Im Strafantrag heißt es aber weiter: "Er hat einen ihm unterstehenden Lehrling zum Geschlechtsverkehr veranlasst, wobei er der Jugendlichen erklärte, dem Hoteldirektorium ihren Suchtgiftmissbrauch zu verschweigen."
Freispruch. Anschuldigungen, die sich gestern als falsch herausstellten. Das Lehrmädchen gab zu, den Angeklagten nicht über ihr Alter aufgeklärt zu haben. "Hat er Sie jemals unter Druck gesetzt und gedroht, dass sie rausgeschmissen werden", will die Richterin wissen. "Nein, es war eine normale Beziehung", sagt das Lehrmädchen. Bei der Zeugenbefragung stellt sich heraus, dass der Angeklagte weder für die Ausbildung des Mädchens zuständig ist, noch die hierarchische Ordnung ausgenutzt hat. Die Verhandlung endet für den Angestellten mit einem Freispruch.











